Nach dem aus dem Ruder gelaufenen Streit über die neue Satzung zur Aufwandsentschädigung für die ehrenamtliche Arbeit der Stadtverordneten in Lauchhammer soll die Diskussion in eine zweite Runde gehen. Die gemeinsame Fraktion von SPD und Alternativem Bürgerforum Lauchhammer (ABL) werde dazu einen eigenen Vorschlag vorlegen, kündigt Fraktionsvorsitzender Fred Gleitsmann (SPD) an. Gleitsmann bezeichnet den Verlauf der Debatte während der jüngsten Stadtverordnetenversammlung Anfang Dezember als „unschön und nicht gerade dienlich“. Er legt Wert auf die Feststellung, dass die SPD/ABL-Fraktion dem von der Verwaltung ursprünglich vorgelegten Entwurf zur Höhe der Aufwandsentschädigung zugestimmt hätte. „Dieser erste Vorschlag wies eine angemessene, annehmbare Erhöhung der Entschädigungssätze auf, die auch der Haushaltslage unserer Stadt entsprochen hätte“, erklärte er gegenüber Rundschau. Die Satzung war in zwei Ausschüssen noch angepasst worden, sodass der Bürgermeister den Beschluss in der Folge von der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung nahm.

Der Vorschlag, den die SPD/ABL-Fraktion nun einbringen wolle, werde sich im Wesentlichen an den von der Landesregierung vorgeschlagenen Entschädigungssätzen für das Ehrenamt orientieren, so Gleitsmann. „Es ist ja immer noch ein Ehrenamt, das wir ausüben, und es geht um eine Entschädigung für dabei entstehende Kosten und nicht um eine Entlohnung.“