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| 15:48 Uhr

Kolumne Wort zum Sonntag
Raus aus dem Hamsterrad

Senftenberg. Friedbert Kosche von der Adventgemeinde Senftenberg rät, sich selbst öfters mal Ruhe zu gönnen, um sich besinnen und entspannen zu können.

Er war einer der wenigen Geradlinigen im Land, einer, der Gott die Treue hielt und dem König ins Gesicht sagte, was nicht in Ordnung war. Engagiert warb er beim Volk um Vertrauen zu Gott. Und dann passierte ihm das, was auch heute noch vielen passiert, die sich total einsetzen für ihre Aufgaben: Elia bekam ein Burn out. Auf der Flucht vor der wütenden Königin warf er sich in der Wüste unter einen Baum und wollte nur noch sterben. Aber Gott wusste eine bessere Lösung.

 Nachdem sich Elia erst mal gründlich ausschlafen musste und zu essen und zu trinken bekommen hatte, schickte Gott ihn auf eine Wanderung – quasi in den Urlaub. Weit war er schon gelaufen, ganz allein, als er plötzlich Gottes Stimme hörte: „Elia, was tust du eigentlich?“. Seinen ganzen Frust schüttete Elia da vor Gott aus.

 Als wäre es nicht das, was er hören wollte, fragte Gott ihn nach einer Weile noch einmal: „Was tust du hier?“ Vielleicht im Sinne von: Was treibt dich? Welchem Muss folgst du? Welches Ziel verfolgst du? Und noch einmal beklagt sich Elia, dreht sich in seinen Gedanken im Kreis. - Manchmal bin ich im Stress so gefangen, dass mir gar nicht bewusst wird, wovon ich getrieben werde und wohin mein Leben steuert. Um darüber nachdenken zu können, brauche ich Ruhe und jemanden, der mir so liebevoll Fragen stellt wie Gott. Urlaub ist dafür eine gute Chance, vor allem, wenn er mit Bewegung in der Natur und mit Zeit und Ruhe für mich selbst verbunden ist. - Elia, so berichtet die Bibel, ging anschließend mit neuem Mut an neue Aufgaben, gestärkt und aufgebaut durch das, was Gott ihm sagte. Auch Ihnen wünsche ich – ob im Urlaub oder nicht – immer mal wieder Zeit, die Ihnen gut tut, in der Sie aus dem Hamsterrad aussteigen und den Kurs überprüfen können.