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| 02:43 Uhr

Rauchgranaten im Schwarzheider Wald ausgegraben

Die Flüssigkeiten der Nebelkerzen sind gestern entnommen und zur Analyse geschickt worden.
Die Flüssigkeiten der Nebelkerzen sind gestern entnommen und zur Analyse geschickt worden. FOTO: Rasche/str1
Schwarzheide. Im Wald bei Schwarzheide haben Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes auf einer Munitionsverdachtsfläche, die vor geplanten Aufforstungsarbeiten abgesucht wird, neben Unrat in einem verfüllten Bombentrichter mehrere Nebelkerzen gefunden. Die Rauchgranaten waren im Zweiten Weltkrieg eingesetzt worden, um Industrieanlagen zu vernebeln und damit das Aufklären potenzieller Angriffsziele der alliierten Luftwaffe zu erschweren. Kathleen Weser

Unter besonderen Schutzvorkehrungen sind gestern Proben der Flüssigkeiten aus den Nebelfässern entnommen worden. Die Ergebnisse der Analysen werden nach dem Wochenende erwartet. Die Ordnungsbehörde der Stadt Schwarzheide sorgt dafür, dass die Fundstellen gegen den Zutritt Unbefugter gesichert werden. Das bestätigt Manfred Richter, der stellvertretende Bürgermeister.

Die Hinweise auf die Trichter im Wald in der Nähe des damaligen Werkes der Braunkohle-Benzin AG (Brabag), das im Auftrag des nationalsozialistischen Deutschen Reiches kriegswichtiges Benzin herstellte, stammen aus ausgewerteten Luftbildern. Die Erkenntnisse wurden eingemessen - und die Experten schnell fündig. Die Arbeiten auf der Räumstelle sind gestern vorläufig eingestellt worden, um wegen der vielen Trichter die angemessene Kampfmittelräumung vorbereiten zu können, bestätigt der Zentrale Dienst der Polizei.