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| 02:51 Uhr

Rassiges Geflügel in Tettau prämiert

Klaus Ehrig (l.) aus Schraden mit einem Steiger Kröpfer und Veit Rentsch aus Tettau mit seinem Zwerg-Hamburger.
Klaus Ehrig (l.) aus Schraden mit einem Steiger Kröpfer und Veit Rentsch aus Tettau mit seinem Zwerg-Hamburger. FOTO: Mirko Sattler/sam1
Das Engagement und die Zuchterfolge der Tettauer bei Rassegeflügel sind bereits legendär. Als kompetente Gastgeber haben sie auch deshalb am Wochenende erneut die Rassegeflügelschau Brandenburg-Süd ausrichten dürfen. Nunmehr zum 23. Mal. Mirko Sattler / sam1

Tettau. Exotenschauen, die Sonderausstellung der Elsterkropfzüchter der Zuchtgruppe Nord-Ost und die am Wochenende durchgeführte Rassegeflügelschau Brandenburg-Süd haben eines gemeinsam: Tettau ist stets ein würdiger Gastgeber. "Zum 23. Mal haben wir die Rassegfelügelschau jetzt ausgerichtet", erzählt Veit Rentsch, der Vorsitzende des Kleintierzüchtervereines Tettau und Umgebung. Für Züchter aus ganz Südbrandenburg ist sie ein wichtiger Ort des Austausches. Mehr als 100 Aussteller von Neuzauche und Spremberg in Brandenburg bis Dresden und Mockrehna in Sachsen haben insgesamt 811 Tiere gezeigt - darunter sind laut Rentsch auch viele seltene Rassen gewesen. "Kingtauben, Zwergwyandotten und Zwerghamburger aus der Rasse der Hühner sind auf Schauen oft zu sehen", bestätigt er. "Bei uns gibt es aber auch eher seltene Rassen wie zum Beispiel die Perückentauben, die etwas größeren Römer-Tauben oder die Thüringer Barthühner zu bestaunen", erklärt der Vereinsvorsitzende. Er selbst stellt sechs Zwerghamburger aus. "Ich habe meine Zucht vom Vater übernommen und führe sie nun weiter. Neben den hier ausgestellten Tieren habe ich zu Hause noch weitere", erzählt Veit Rentsch. Für sein Hobby habe er eigentlich zu wenig Zeit. "Neben dem Füttern und Reinigen des Stalls müsste ich mehr Zeit als die 30 Minuten pro Tag mit den Tieren verbringen können", stellt er fest. Er schaffe es nur vor den Ausstellungen, die Tiere eine echt gute Figur machen zu lassen. Um mit seiner Zucht weiter voran zu kommen, nutzt Veit Rentsch die Gelegenheit, bei der Ausstellung von anderen erfahrenen Züchtern neue Tiere und Eier für seinen eigenen Stall zu erstehen. Die Zucht müsse verjüngt werden.

Wie Rentsch züchtet Klaus Ehrig aus Schraden ebenfalls Tiere, die auf Ausstellungen sehr imposant anzusehen sind. "Mit meinen Steiger Kröpfer schwarz aus der Rasse der Kropftauben bin ich zufrieden", erzählt der 65-Jährige. Seine Zucht geht bis in das Jahr 1959 zurück. Mit einem Zuchtpärchen habe er damals angefangen. Jetzt opfert er für seine zehn Zuchtpärchen insgesamt drei Stunden am Tag. "Die Zeit benötigt man auch für die Tiere, damit es eine gelungene Zucht wird. Vor Ausstellungen dressiere ich meine Tiere sogar ein wenig", erzählt der Tierliebhaber und schnipst sogleich mit dem Finger, worauf seine Tiere in den Käfigen reagieren. Dieser Tanz sei preisverdächtig, erklärt der dreimalige Kreismeister schmunzelnd.

Zum Thema:
Landesverbandehrenpreis:Bernd Noack aus Drebkau für Deutsche Reichshühner; Olaf Lehmann aus Uebigau für Coburger Lerchen silber mit Binden (Tauben); Bernd Krause aus Luckau für Hessische Kröpfer (Tauben) Kreisverbandsehrenpreis:Wolfgang Müller aus Kamenz für Antwerpner Bartzwerge (Hühner); Harald und Michael Narr aus Finsterwalde für Zwerg Wyandotten (Hühner); Michael Orlamünder aus Falkenberg für Brünner Kröpfer (Tauben); Reinhard Schöne aus Dresden für Perückentauben rotgetigert (Tauben)