(ab) Ein dreister Diebstahl hat die Teilnehmer einer Kranzniederlegung an der Schipkauer Gedenkstätte zu Ehren der Opfer des „Verlorenen Transportes“ geschockt. Wenige Tage vor der Gedenkveranstaltung waren die metallenen Tafeln mit den Namen der Opfer gestohlen worden. Polizei und Bürgermeister Klaus Prietzel (CDU) gehen dabei von Beschaffungskriminalität aus. An einer Ersatzlösung wird derzeit bereits gearbeitet. In den letzten Kriegstagen des Jahres 1945 war in der Nähe von Schipkau ein Bahntransport mit jüdischen Häftlingen des KZ Bergen-Belsen auf Grund der vorrückenden Roten Armee für zwei Tage zum Stehen gekommen. In dieser Zeit wurden 51 unter unmenschlichen Verhältnissen zu Tode gekommene Häftlinge unterschiedlicher Nationalität neben der Bahntrasse begraben. An dieses Geschehen wird alljährlich in Schipkau gedacht.