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| 01:26 Uhr

Radler leben in Saalhausen gefährlich

Großräschen. Ein Pedalritter der alten Schule ist Ulrich Neumann aus Saalhausen. Der 73-Jährige schwingt sich noch regelmäßig in den Sattel. Halsbrecherisch ist aus seiner Sicht die Fahrt nach Freienhufen. Weil es keinen Radweg entlang der Bundesstraße gibt, leben die Radler dort äußerst gefährlich. Andrea Budich

Für den Rentner gleicht es einem Wunder, dass auf der viel befahrenen Piste, die Radlern keinen Schutz bietet, noch nichts passiert ist. Wann der dringend notwendige Radweg endlich gebaut wird, fragt er am Reporter-Telefon.

Für Großräschen ist dieser Radweg ein wichtiges Projekt, unterstreicht Bürgermeister Thomas Zenker (SPD). Bauherr ist allerdings der Landesbetrieb Straßenwesen. Dort, so bestätigt Sachgebietsleiter Bernd Leonhardt, sind bereits mehrere Varianten für den zu bauenden Radweg durchgespielt worden. Knackpunkt ist der Bereich zwischen Saalhausen und der Autobahnbrücke mit dem Alleenbestand. Probleme in der Umweltplanung und noch zu klärende genehmigungstechnische Fragen verzögern das Vorhaben. Geplant ist laut Leonhardt, den Radweg rechts neben der Baumreihe entlang und anschließend wieder an die Trasse heranzuführen. Verzögernd komme hinzu, dass ein Planfeststellungsverfahren notwendig ist, um den Grunderwerb abzusichern. Mehr als 20 Eigentümer sind betroffen. Als einen ersten Schritt habe der Landesbetrieb die Autobahnbrücke verbreitert. Für den Radweg selbst rechnet Leonhard mit einem Baubeginn in etwa zwei Jahren.

Radlern empfiehlt Bürgermeister Zenker den bestens ausgebauten touristischen Radweg zwischen Barzig und Großräschen. Darauf rollen auchSaalhausener ohne Umweg sehr gut in die Kernstadt. Demnächst erhält die Autobahnbrücke zwischen Barzig und Großräschen eine Asphaltdecke. "Damit entschärfen wir das holprige Kopfsteinpflaster und erleichtern den Radlern das Leben", freut sich Zenker. Er verweist darauf, dass Großräschen jetzt von allen Ortsteilen aus gut angeradelt werden könne.