Von Daniel Roßbach

Der Radweg an der Briesker Straße in Senftenberg macht Zweiradfahrern wenig Freude. Der unebene Weg macht den Radlern zu schaffen, die Übergänge zur Straße sind teilweise schlecht. Und die Kombination mit dem Fußweg wird auch als gefährlich neurteilt. Das sagen Nutzer.

Im Rathaus ist der Zustand des Radweges bekannt. Der ist verkehrssicher, aber der Investitionsbedarf wird grundsätzlich bestätigt. Doch ein Reparaturprogramm soll nicht aufgelegt werden. „Jedenfalls nicht, bevor die Straße insgesamt einer grundhaften Erneuerung unterzogen werden soll“, erklärt Stadt-Sprecher Andreas Groebe. Perspektivisch haben die Bau- und verkehrsexperpen die Verkehrsanlagen der Hauptverkehrsader sehr wohl auf dem Schirm. Einen avisierten Start für das seit Jahren geforderte Bauvorhaben aber gebe es noch nicht.

Insgesamt sind von der Stadt in den vergangenen Jahren keine direkten Investitionen in das Radwegenetz ausgelöst worden. Auch für das Jahr 2020 sei das nicht geplant. Am Südufer des Senftenberger Sees ist in den vergangenen zwei Jahren vom Zweckverband Lausitzer Seenland eine grundhafte Erneuerung veranlasst worden. Innerhalb des Stadtgebietes sind Radwege an der Calauer Straße und der August-Bebel Straße flottgemacht worden. Auch die neu errichtete Brücke über die Schwarze Elster in der Steigerstraße wird von der Stadt als Beitrag zur Verbesserung der Rad-Infrastruktur betrachtet. Selbiges gelte auch für den Ausbau der Landesstraße L58, mit der eine moderne Verbindung von Hosena nach Sachsen hergestellt worden sei.

Dass das bestehende Radwege-Netz in Senftenberg genutzt werden kann, hängt indes nicht zuletzt vom Agieren der Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes ab, das für den ruhenden Verkehr zuständig ist. Denn immer wieder würden Autos, die auf Radwegen abgeparkt werden Radfahrer zum Ärgernis. Dabei unterlägen diese Verkehrswege nicht einmal dem besonderen Augenmerk der Ordnungshüter.