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| 18:45 Uhr

Elstra
Die Elsterquelle ist ausgetrocknet

Der neu gestaltete Quelltopf der Schwarzen Elster präsentiert sich aufgrund der Dürre derzeit vollkommen trocken.
Der neu gestaltete Quelltopf der Schwarzen Elster präsentiert sich aufgrund der Dürre derzeit vollkommen trocken. FOTO: Torsten Richter-Zippack
Elstra. Derzeit wird der Beginn der Schwarzen Elster neu gestaltet. Doch das Wasser fehlt. 26 Info-Punkte sind geplant. Von Torsten Richter-Zippack

Wo normalerweise die Schwarze Elster entspringt, befindet sich derzeit lediglich eine fast kreisrunde knochentrockene Fläche nordöstlich des Hochstein-Gipfels nahe des Städtchens Elstra zwischen Kamenz und Bischofswerda.

„Im Jahr 2003 war die Quelle letztmalig ausgetrocknet. Wen wundert es, dass sie auch jetzt kein Wasser mehr führt“, sagt der Elstraer Bürgermeister Frank Wachholz. Seit April gab es nur rund 40 Prozent des zu erwartenden Niederschlags in der Region. „Somit ist der natürliche Speicher, unser Wald, nicht mehr in der Lage, diese kleine Quelle zu versorgen. Uns allen bleibt nur die Hoffnung auf Regen. Dann sollte sie wieder sprudeln“, sagt das Stadtoberhaupt. Künstlich nachhelfen wollen die Elstraer indes nicht. Schließlich befindet sich der Quelltopf im Landschaftsschutzgebiet Westlausitz. „Andere Projekte wären nicht zielführend“, ergänzt Wachholz.

Die Schwarze Elster ist auch in ihrem Lauf in der Mittellausitz teilweise ausgetrocknet. So gibt es beispielsweise bei Senftenberg gar kein Wasser mehr im Flussbett. Indes schreitet die Umgestaltung des Quellbereiches weiter voran. Nachdem bereits in den vergangenen Jahren mit vereinten Kräften der Jugendfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Rauschwitz (Ortsteil von Elstra) die Quelle wieder hergerichtet und die dortige Holzbrücke erneuert wurde, haben sich die Nachwuchs-Kameraden nunmehr die Erneuerung der Schautafel vorgenommen.

Das Gestell steht bereits. „Der Inhalt befindet sich in der finalen Produktion“, gibt Frank Wachholz den aktuellen Stand wieder. Bezahlt wird das Ganze mit 500 Euro aus dem städtischen Jugendfonds. Aller Voraussicht nach im kommenden Jahr können die Wanderer die Tafel dann anschauen.

Darüber hinaus befindet sich an der Elsterquelle ein neuer Infopunkt. Dieser gehört zu einem Leader-Projekt der Region Westlausitz, dass die Stadt Elstra gemeinsam mit dem örtlichen Heimat- und Geschichtsverein verwirklicht. Das Vorhaben mit dem Namen „Entdecke unsere Heimat – in und um Elstra“ verfolgt die Absicht, Einheimische und Touristen auf insgesamt 26 Sehenswürdigkeiten der Kommune mit ihren zwölf Ortsteilen aufmerksam zu machen. Inzwischen wurden, so sagt Frank Wachholz, in jedem Ortsteil entsprechende Infotafeln mit dem Hinweis auf die 26 Ziele aufgestellt. Hinzu gesellt sich eine 60-seitige Broschüre, die die Attraktionen näher beschreibt.

Nicht zuletzt wurden ebenfalls Faltblätter gedruckt. Als Übergangslösung bis zur endgültigen Fertigstellung haben Stadt und Heimatverein an den Standorten kleine Hinweisschilder mit QR-Code positioniert. Für die Zukunft ist geplant, an jedem der 26 Standorte jeweils einen schweren Granitstein mit Infotafel aufzustellen. Der Granitabbau besitzt in Elstra eine herausragende Bedeutung. Insbesondere am Ohorner Steinberg wird das Gestein gewonnen. Ein Granit-Exemplar soll sich auch an der Quelle der Schwarzen Elster wiederfinden, ein weiteres am Fuß des Hochsteins, der mit 449 Metern höchsten Erhebung der Westlausitz.