Er begrüßt die jährliche Fluss- und Deichschau entlang der Pulsnitz (die RUNDSCHAU berichtete), kritisiert aber, dass der von ihm genannte Abschnitt einfach umgangen worden ist. Bei Niedrigwasser gehe von einem zugewachsenen Fluss keine Gefahr aus, aber wehe, der Pegel steigt. Hier sollte gehandelt werden, bittet Bernhard Lebelt. Lebelt ist kein Laie, bis in die Wendezeit hinein war er ein Mitglied des Rates des Kreises für Umweltschutz, Wasserwirtschaft und Erholung.
Wo es notwendig ist, werde die Pulsnitz gekrautet, entgegnet Christian Harig, Bereichsingenieur beim Landesumweltamt, auf Nachfrage. „In dem angesprochenen Bereich war dies aber noch nie notwendig, weil der Fluss dort eine hohe Fließgeschwindigkeit hat“ , sagt der Fachmann. „Wir werden uns das Problem aber anschauen“ , verspricht er.
Bernhard Lebelt bittet auch, verstärkt die Bäume entlang der Pulsnitz in Ortrand im Auge zu behalten. Besonders flussabwärts zwischen der Brücke in der Straße der Einheit bis zum Wehr. Dort gebe es mindestens einen Baum, der umzufallen drohe, weiß er. Die Bodendecke hebe sich bereits. Ein Dammbruch oder ein versperrter Flusslauf könnten fatale Folgen haben.
Christian Harig kennt das Gebiet gut: „Dort haben wir jeden Monat was zu tun.“ Die Bäume dort stünden allerdings auf Privatland. Seine Dienststelle könne deswegen meistens erst dann handeln, wenn der Baum umgekippt ist, da er dann im Landesgewässer liegt. Die eigentliche Verantwortung, für Sicherheit zu sorgen, liege bei den Grundstückseigentümern. Aber das Landesumweltamt gebe natürlich Rat und Unterstützung.