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Protest vor Betriebstor der BASF gegen Job-Verlust

Schwarzheide/Cottbus. Beim Dienstleister Experis in Schwarzheide endet der Auftrag für IT-Dienstleistungen für die BASF Schwarzheide zum Ende des Jahres. 114 Beschäftigten droht damit der Job-Verlust, teilt Ralf Franke, Gewerkschaftssekretär der Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi), mit. Kathleen Weser

Heute ist deshalb zum Protest aufgerufen. Alle Mitarbeiter von Experis Schwarzheide sind "zur aktiven Mittagspause" vor das Betriebstor 2 der BASF gerufen.

Die Experis GmbH ist eine Tochtergesellschaft von Manpower. In Schwarzheide werden die Mitarbeiter für IT-Dienstleistungen im Auftrag der BASF Business Services GmbH eingesetzt. Der Auftrag besteht seit dem Jahr 2003. "Die Mitarbeiter in Schwarzheide sind schon zwischen zwei und 13 Jahren bei Experis in Schwarzheide beschäftigt. Die Mitarbeiter erbringen IT-Dienstleistungen für die BASF in Europa, teilweise auch weltweit", erklärt Franke. Der Dienstleistungsauftrag wurde von der BASF im vergangenen Jahr neu ausgeschrieben. Auch die Experis GmbH hat sich an der Ausschreibung beteiligt. "Die Entscheidung fiel für ein günstigeres, nicht regionales Unternehmen, das global aufgestellt ist", sagt Franke. "Die Gewerkschaft fordert gemeinsam mit dem Betriebsrat die Übernahme aller Mitarbeiter im Wege des Betriebsüberganges unter Erhalt aller Rechte und Pflichten auf das Unternehmen, das den Auftrag erhalten hat, sowie Sozialplanregelungen für die Mitarbeiter, die dem Wechsel nicht zustimmen", stellt er klar. Bei dieser Vergabeentscheidung hätten scheinbar die Qualität der Dienstleistungserbringung und das Wissen der Mitarbeiter keine Rolle gespielt, sondern nur der Preis. "Leittragende sind die Mitarbeiter", kritisiert Ines Barow, die betreuende Gewerkschaftssekretärin von Verdi. Der Protest findet von 11 bis 13.30 Uhr statt.