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| 02:53 Uhr

Protest gegen Innenstadt-Verkehrsplan

Die Händler und Dienstleister sowie Anwohner der Senftenberger Schlossstraße machen ihrem Unmut deutlich Luft. Auch Marianne Körner und Ernst Fritsche sprechen sich gegen den Vorschlag aus, die Zu- und Abfahrt zum Marktplatz und damit die gesamte Verkehrslast in die Innenstadt ausschließlich über die kleine Ladenstraße zu führen.
Die Händler und Dienstleister sowie Anwohner der Senftenberger Schlossstraße machen ihrem Unmut deutlich Luft. Auch Marianne Körner und Ernst Fritsche sprechen sich gegen den Vorschlag aus, die Zu- und Abfahrt zum Marktplatz und damit die gesamte Verkehrslast in die Innenstadt ausschließlich über die kleine Ladenstraße zu führen. FOTO: Steffen Rasche/str1
Senftenberg. Die Händler und Dienstleister der Senftenberger Schlossstraße protestieren. In der nächsten Ratsrunde steht zum wiederholten Mal zur Debatte, alle vier Zufahrtsstraßen zum Marktplatz für den motorisierten Verkehr zu schließen. Die Zu- und Abfahrt soll damit ausschließlich über den Steindamm und die kleine Verkehrsader geführt werden. Kathleen Weser

Senftenberg. In der Senftenberger Schlossstraße formiert sich ein Bürgerbündnis. Erneut steht eine vor zwei Jahren bereits abgelehnte Verkehrsführung in die Innenstadt zur Diskussion. Einschließlich der derzeit noch befahrbaren Schmiedestraße und der Kleinen Bahnhofstraße sollen alle vier Zufahrtsstraßen zum Marktplatz für motorisierte Fahrzeuge geschlossen werden - außer der Schlossstraße. Die soll als einzige Zu- und Abfahrt ins Zentrum zur Verfügung stehen. Die Inhaber der kleinen Fachgeschäfte, die Dienstleister und die Anwohner gehen auf die Barrikaden. Mit der gesamten Verkehrslast auf der kleinen Straßen wollen und können sie nicht leben. Das bestätigt Sprecherin Renate Fritsche. Mit einem Brief an den Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung, Reiner Rademann, wenden sich die Betroffenen jetzt an die Fraktionen der Ratsrunde. Darin macht das Bürgerbündnis Schlossstraße dem Unmut darüber Luft, dass die Bürger hier in keiner Weise in die Pläne der Rathaus-Spitze einbezogen worden seien. Zudem verweisen die Betroffenen ausdrücklich auf Stellungnahmen der Polizeiinspektion Oberspreewald-Lausitz und der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises, die die Nachteile der angestrebten Verkehrsführung klar benennen. Demnach erhöhe sich mit einem Zweirichtungsverkehr in der Schlossstraße das Gefahrenpotenzial für Fußgänger und Radfahrer. Auf dem Markt sei eine Wendemöglichkeit mit einem Radius von zehn Metern, für den ein dreiachsiges Müllfahrzeug die gesetzliche Bemessungsgröße ist, ständig freizuhalten.

"Unsere Schlossstraße ist wie die gesamte Innenstadt vorbildlich mit hohem Kostenaufwand verkehrsberuhigt ausgebaut worden, als Flaniermeile einer Urlauberstadt", sagt Renate Fritsche. Die Einkaufsstraße sei der wichtigste Zuweg zum See und zum Stadthafen, Ort der Begegnung - und das solle sie bleiben.

Zum Thema:
Die Verkehrsführung in der Senftenberger Innenstadt steht erneut zum Beschluss. Einbringer ist Bürgermeister Andreas Fredrich (SPD). Demnach sollen alle vier Zufahrtsstraßen zum Marktplatz für den motorisierten Verkehr geschlossen und die Zu- und Abfahrt ausschließlich über die Schlossstraße organisiert werden. Während des Wochenmarktes soll das Zentrum für Fahrzeuge generell gesperrt werden. Vorgeschlagen ist dies als Testphase, die nach einem und nach anderthalb Jahren erneut auf den Prüfstand kommen soll.