Von Jan Augustin

Dramatischer Einsatz in Schwarzheide am Donnerstagvormittag: In der Schipkauer Straße mussten Feuerwehrleute und Sanitäter einen 79-jährigen Mann aus einer Baugrube retten. Wie der Radfahrer in das etwa drei Meter tiefe Loch in Höhe der Fußgängerampel fallen konnte, ist noch unklar. „Der 79-Jährige lag dort unter seinem Fahrrad und einer Warnbarke“, schildert Polizeisprecher Torsten Wendt. Mit Verletzungen musste der Rentner in ein Krankenhaus gebracht werden. In dem Bereich wird derzeit Glasfaserkabel verlegt. Während der Rettungsaktion ist es zu Verkehrsbeeinträchtigungen rund um das Ärztehaus gekommen. „Zu den Umständen des Geschehens hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen“, erklärt Wendt.

Spektakuläre Verkehrsunfälle wie dieser haben Seltenheitswert im Oberspreewald-Lausitz-Kreis. Insgesamt registrierte die Polizei im vergangenen Jahr 2952 Verkehrsunfälle auf den Straßen von OSL. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein leichter Rückgang. Fünf Menschen verloren ihr Leben (2017: 7), in diesem Jahr bisher einer, 374 Personen verletzten sich im Vorjahr (2017: 335). Auch wenn freilich jeder Unfall einer zu viel sei, kann Polizeidirektor Rüdiger Schiesko eine gute 2018er-Unfallstatistik vorweisen: „Wir sind der Kreis, in dem die Wahrscheinlichkeit am geringsten ist, in einen Unfall verwickelt zu werden.“ Das beweisen die Zahlen, die der Chef der Polizeiinspektion OSL Anfang der Woche vorgestellt hat.)$ Als Vergleichskriterium zieht Schiesko die Anzahl der Verkehrsunfälle je 100 000 Einwohner heran. Demnach gab es im vergangenen Jahr 2657 Verkehrsunfälle. Erstmals ist das sogar ein besserer Wert als im benachbarten Elbe-Elster-Kreis. Mit Abstand am häufigsten kracht es in Dahme-Spreewald (3322 je 100 000 Einwohner). Top-Unfallursache mit einem Viertel ist Wildwechsel, wobei dieser Wert im Vergleich zu den Vorjahren nach unten gegangen ist. Es folgen Vorfahrtunfälle, Zusammenstöße wegen zu geringen Abstandes, wegen zu hoher Geschwindigkeit und Fahrens unter Alkohol.