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Plätze zum Ausruhen für betagte Kunden

Das Senftenberger Kaufland hat auf den Bedarf an Sitzplätzen für betagte Kunden reagiert, zeigt Haus-Chef Sven Hannatzsch.
Das Senftenberger Kaufland hat auf den Bedarf an Sitzplätzen für betagte Kunden reagiert, zeigt Haus-Chef Sven Hannatzsch. FOTO: Rasche/str1
Senftenberg. Der Einsatz des Behindertenbeirates der Stadt Senftenberg für Sitzgelegenheiten in den hiesigen Einkaufsmärkten trägt erste Früchte. Das bestätigt Wirtschaftsförderer Frank Neubert. KaWe

Für ältere Menschen, die zunehmend stärker mit eingeschränkter körperlicher Bewegung zu kämpfen haben, hat der Behindertenbeirat sich eingesetzt. Sprecherin Bärbel Reiche hatte im jüngsten Bauausschuss auf das Problem aufmerksam gemacht und lobend ausdrücklich die Konkurrenz in Hoyerswerda erwähnt. Der Mangel an einem Platz für eine dringende Ruhepause im Einkaufsstress mache die Senftenberger Märkte für betagte Kunden unattraktiv.

Wirtschaftsförderer Frank Neubert hat zugesagt, die berechtigte Kritik und Bitte an die Unternehmen weiterzuleiten. "Wir haben die acht Ketten, die zehn Einkaufsmärkte in Senftenberg und Hosena haben, angeschrieben", bestätigt er. Reagiert habe sofort und bisher als einziges Unternehmen das Kaufland Senftenberg. Und hier sind jetzt im Getränkemarkt und am Backshop an der Wand neue Klapp stühle angebracht worden, auf denen sich von schweren Füßen geplagte Einkäufer zum Verschnaufen niederlassen können. "Wir freuen uns über die schnelle Reaktion", lobt Frank Neubert. "Jeder gute Kundenservice macht Senftenberg als Einkaufsstadt attraktiver", stellt er fest. Das Kaufland, in dem von der Sprecherin des Senftenberger Behindertenbeirates nach wie vor noch eine behindertengerechte Kundentoilette vermisst wird, arbeite konsequent an den Problemen. Das sei der Stadt ausdrücklich versichert worden. Der große Verbrauchermarkt soll demnach grundhaft renoviert werden. Nach jüngsten Informationen sollen die geplanten umfangreichen Arbeiten allerdings nun erst im nächsten Jahr erfolgen. Wirtschaftsförderer Frank Neubert hofft auf weitere gute Botschaften für Ruheplätze für fußläufig schwache Senioren in den weiteren Einkaufsmärkten im Stadtgebiet.