| 12:04 Uhr

Fluss-Entkrautung
Bagger schaufeln Schilf und Schlamm aus Schwarzer Elster

Die Mannschaft des Gewässerunterhaltungsverbandes „Kleine Elster – Pulsnitz“ rückt dem Unkraut an und in der Schwarzen Elster zu Leibe. Mit leichter Verzögerung ist jetzt der Senftenberger Abschnitt beräumt worden.
Die Mannschaft des Gewässerunterhaltungsverbandes „Kleine Elster – Pulsnitz“ rückt dem Unkraut an und in der Schwarzen Elster zu Leibe. Mit leichter Verzögerung ist jetzt der Senftenberger Abschnitt beräumt worden. FOTO: Jan Augustin / LR
Senftenberg. An der Schwarzen Elster in Senftenberg ist jetzt die Flusssohle von Schlamm und Schilf befreit worden.

Der Gewässerunterhaltungsverband „Kleine Elster – Pulsnitz“ ist allerdings mit leichter Verzögerung angerückt. Der Pflegezeitplan der Arbeiter war wegen der Sturmschäden an den Hochwasserschutzanlagen zurückgeworfen worden. Zuerst hatte das Sturmtief Paul im Juni angegriffen. Im August hatte eine Windhose lokal über Senftenberg gewütet. Xavier und Herwart sind im Oktober ebenfalls in den höheren Bewuchs am Fluss gefahren - vor allem im Raum Elsterwerda. Alle Kräfte und die Technik waren zunächst hier zum Räumeinsatz beordert worden. Die für das Wachstum ausgesprochen günstige Witterung hat das Kraut schießen lassen. Etwa dreimal stärker als in Sommern mit weniger kurzen Wechseln zwischen Regen- und warmen Perioden. Am Fluss, der ein Gewässer erster Ordnung mit höchster Abflusspriorität ist, handelt der Gewässerunterhaltungsverband als Dienstleister im Auftrag des Landes Brandenburg. Die eigene Räumtechnik ist im Einsatz. Der Unterlauf der Elster wird zuerst gepflegt. Das Flussvorland bei Senftenberg ist generell von Mitte Juni bis Mitte September für schwere Technik tabu. Seltene und deshalb streng geschützte Schmetterlinge dürfen hier nicht gestört werden. Der Schwarzblaue Ameisenbläuling legt in dieser Zeit seine Eier in die Blüte des Großen Wiesenknopfes.

(jag)