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Per Rad auf der Spur der Spreewaldbahn

Das Amt Lieberose/Oberspreewald lässt ein Tourismuskonzept erarbeiten. Besonders profitieren möchte der Landstrich zwischen Neu Zauche und dem Schwansee vom Nebeneinander der Fließe, Seen und Wälder. Diese natürliche Vielfalt soll vor allem Radtouristen anlocken. Doch einige Trassen müssen erst gebaut werden. Torsten Richter


„Das Amt Lieberose/Oberspreewald besitzt ein hervorragendes touristisches Potenzial, aber es gibt noch Defizite nicht nur bei der Erschließung durch Radwanderwege“ , schätzt Gerhard Schippan, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Burg (Spreewald) mbH (EWG) ein. Das Unternehmen wurde vom Amt Lieberose/Oberspreewald beauftragt, eine Tourismuskonzeption und einen Marketingplan aufzustellen. „Das Hauptziel soll die Stärkung des Tourismus bilden“ , so Schippan. Eine nur hier vorhandene „Triade“ aus Fließen, Seen und Wäldern sei ein touristischer Vorteil, der in Brandenburg seinesgleichen sucht.
Mit der neuen Konzeption sollen die vorhandenen infrastrukturellen Defizite reduziert werden. So ist eine massive Erweiterung des Radwegenetzes im Amtsbereich geplant. „Auf den Spuren der alten Spreewaldbahn könnten beispielsweise Radwege gebaut werden“ , informiert Schippan. Erste Abstimmungen seien bereits getätigt worden, bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) wurde ein entsprechender Förderantrag gestellt. Die erste Trasse könnte von Straupitz über Byhlen und Waldow nach Goyatz zum Schwielochsee führen. Für den September ist ein Vororttermin mit Kommunalpolitikern bezüglich eines Radweges von Straupitz nach Burg geplant. Insgesamt müssten, so rechnet Gerhard Schippan, im Amt 60 bis 80 Kilometer neue Radwege gebaut werden. Eine Kostenschätzung gehe dabei von rund 2,5 Millionen Euro aus. In verschiedenen Gemeindevertretersitzungen habe Schippan ein „sehr großes Interesse und eine enorme Zustimmung“ feststellen können.
In einem zweiten Projekt soll die Gemeinde Straupitz im Antragsverfahren für den „Staatlich anerkannten Erholungsort“ unterstützt werden, sagt der EWG-Chef. Die Prüfung durch den Landesfachbeirat sei für das Jahr 2007 angesetzt. „Wenn Straupitz diesen Titel erhält, gibt es den touristischen Höchstfördersatz“ , so Schippan.
Darüber hinaus will die neue Tourismuskonzeption die Ludwig-Leichhardt-Initiative des Amtes begleiten. Neben der im Oktober 2006 stattfindenden Leichhardt-Woche sei an die Gründung eines kreisübergreifenden Leichhardt-Vereins, an Leichhardt-Country-Tage und einiges mehr gedacht. Bis zum Jahresende 2006 soll das Tourismuskonzept der Amtsverwaltung dem Amtsausschuss und dem Leaderforum als Fördermittelgeber vorgestellt werden. Laut Schippan könnte im kommenden Jahr mit der Realisierung begonnen werden.