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| 09:50 Uhr

Feuerwehren im Dauer-Einsatz
Brandnester flammen am Peickwitzer Hasenteich immer wieder auf

Waldbrand zwischen Peickwitz und Schwarzbach FOTO: Mirko Sattler
Peickwitz/Hosena. Die Feuerwehren aus Senftenberg müssen weiter täglich zum Löschen an den Hasenteich bei Peickwitz ausrücken. Denn die Brandnester im Torf flammen immer wieder auf. Revierförster Harald Konzack ist dankbar, aber auch in größter Sorge. Von Kathleen Weser

Der Torfbrand am Hasenteich zwischen Peickwitz und Hosena ist tückisch. Unterirdisch wandernde Brandherde, die typisch sind für Brände auf Torfflächen, flammen immer wieder auf. Die Senftenberger Feuerwehr rückt täglich aus, um die etwa drei Hektar Fläche im Naturschutzgebiet um die Peickwitzer Teiche zu kontrollieren. Neben dem geschärften und geübten Blick der Einsatzkräfte wird auch mit einer Wärmebildkamera nach Brandherden gesucht.

Auch am Wochenende sind die Löschkräfte morgens ausgerückt. Mit vier Tanklöschfahrzeugen, unterstützt vom Landwirtschaftsbetrieb Domin aus Peickwitz mit Wasser aus dem Güllefass. Bis zum Nachmittag ist am Sonnabend erneut gelöscht worden. Mit 180 000 Litern Wasser. Das bestätigt Feuerwehr-Einsatzleiter Bernd Bohrisch.

Revierförster Harald Konzack ist froh darüber, dass es den Feuerwehrleuten seit der schwere Brandnacht zum Freitag gelingt, die noch immer aufflammenden Feuer vom benachbarten Wald fern zu halten.

Das seit Jahren ausgetrocknete Teichbett, in dem bereits dicht die Birke aufwächst, hat gelitten. Immer wieder durchtränken die Löschkräfte die mit dem schwarzem Ruß aus verbrannter Biomasse vermischte Erde.

Die selten gewordene und deshalb geschützte Flora wird sich „bei ausreichendem Niederschlag schnell erholen“, schätzt der Revierförster optimistisch ein. Der Sumpfporst, ein Heidekrautgewächs, und die Moor-Glockenheide sind hier heimisch.

Sichtlich in Sorge schaut Harald Konzack aber auf die verbrannte Erde im Kreuzotter-Revier. „Die Schlangen werden die Gefahr hoffentlich schnell genug erkannt und das Weite gesucht haben“, erkärt er.

„Ich bin sehr froh darüber, dass die vielen Freiwilligen der Feuerwehren diesen Großbrand schnell genug eingrenzen und in der Fläche ablöschen konnten“, sagt der Revierförster, der derzeit im wohl trockensten Feuchtgebiet im Oberspreewald-Lausitz-Kreis steht. Dem fehlt seit Jahren das Wasser.

 Revierförster Harald Konzack begutachtet den Schaden am Hasenteich bei Peickwitz. Immer wieder flammen Brandnester im Torf auf. 
Revierförster Harald Konzack begutachtet den Schaden am Hasenteich bei Peickwitz. Immer wieder flammen Brandnester im Torf auf.  FOTO: Steffen Rasche
Waldbrand zwischen Peickwitz und Schwarzbach FOTO: Mirko Sattler