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| 02:44 Uhr

Parteien nehmen Kurs auf die Bundestagswahl

Noch knapp 19 Wochen sind es bis zur Wahl des 18. Deutschen Bundestages. gb

Spannend hatten es schon im Vorfeld der Nominierung der Direktkandidaten die Sozialdemokraten im Wahlkreis 65 gemacht. Nachdem sich bereits im November 2011 Großräschens Bürgermeister Thomas Zenker für eine erneute Kandidatur bereiterklärt hatte, zog er sie im August 2012 zurück. Kerstin Weide, Geschäftsführerin der SPD-Unterbezirke Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz, sprang ein. Sie gewann das interne Duell gegen Herausforderer Lars Büchner mit 65 der 89 abgegebenen Delegiertenstimmen. Klare Ansage: Sie will gegen Michael Stübgen (CDU) den "schwarzen Süden" erobern und dreht seit Wochen bei vielen Vor-Ort-Terminen kräftig auf. Als die Gelassenheit in Person wirkt Amtsinhaber Michael Stübgen. Er bringt die Erfahrung des gestandenen Abgeordneten mit, der seit 1990 ununterbrochen im Bundestag vertreten ist. Es ist vorstellbar, dass er seinen Coup von 2009 wiederholen und die Bundeskanzlerin erneut als Wahlhelferin nach Elbe-Elster holen will. Als Letzte hatten im Januar die Linken ihren Kandidaten nominiert. Ambitioniert geht Matthias Mnich ins Rennen. Sein Vorbild: Im Bundestagswahlkampf 2009 rangierte der Linke André Brie im Wahlkreis noch vor dem damaligen SPD-Kandidaten Thomas Zenker. Von der Nominierung der FDP-Frontfrau Carmen Schulz als Spitzenfrau im Wahlkreis 65 erfuhr die Öffentlichkeit erst Wochen später. Klaus Ullrich, "gewerkschaftlich orientierter Bundesförster" aus Rheinland-Pfalz, machte das interne Rennen bei Bündnis 90/Die Grünen. Im Oktober 2012 nominierten die Piraten ihren Favoriten Lutz Bommel aus Bad Liebenwerda. Bis 15. Juli können beim Landeswahlleiter weitere Landeslisten und Kreiswahlvorschläge angemeldet werden.