Auch die Pandemie kann die Vorfreude auf das Osterfest nicht trüben. Seit fast einem Vierteljahrhundert schmücken die Mitglieder des Gemischten Chors Ruhland e. V. den Brunnen mit kunstvollen Ranken. Dieses Jahr fällt die Dekoration ein wenig kleiner aus: Sechs Meter misst die Kunstranke. Lediglich die Krone besteht aus echten Grünpflanzen. Verziert wurde sie mit einer Auswahl an bunten Eiern.
Wilhelm Zimmerling begleitet die Aktion seit vielen Jahren. „1997 fand das erste Brunnensingen in Brandenburg und der Lausitz statt. Seitdem treffen sich die Chormitglieder jedes Jahr und flechten die Ranke gemeinsam. Dieses Jahr beteiligten sich aufgrund von Corona Akteure aus drei Familien an den Vorbereitungen auf dem Marktplatz.“ Mit Maske und Abstand sei das Projekt gut gelungen.
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Ruhland

Die Tradition des Osterbunnens stammt ursprünglich aus dem fränkischen Raum und kam über eines der Chormitglieder in die Lausitz.

Online-Singen keine Alternative für Ruhlander Chor

Auf Grundlage der Pandemie muss das Brunnensingen dieses Jahr jedoch entfallen. Momentan probe jedes der Chormitglieder für sich allein daheim. Eine Online-Schalte sei keine Lösung, denn es fehle an geeigneter Technik und das nachträgliche Zusammenfügen der Stimmen nehme dem gemeinschaftlichen Singen den Reiz, so Wilhelm Zimmerling. Es bleibt die Vorfreude auf das nächste Jahr, in dem der gesamte Chor wieder gemeinsam Frühlingslieder auf dem Ruhlander Marktplatz anstimmen und das Publikum begeistern darf.