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| 01:19 Uhr

OSL-Süden war bei den 7. Lausitzer Besuchertagen in Altdöbern gut vertreten

Tausende Gäste schauten auch beim abwechslungsreichen Bühnenprogramm zu. Foto: Hegewald
Tausende Gäste schauten auch beim abwechslungsreichen Bühnenprogramm zu. Foto: Hegewald FOTO: Hegewald
Altdöbern. Wer am Wochenende über das großflächige Festgelände am Altdöberner See schlenderte, blickte fast an jeder Ecke auch in vertraute Gesichter. Der positive Verlauf der 7. Besuchertage im Lausitzer Seenland war auch ein Verdienst vieler mitwirkender Akteure aus dem südlichen OSL-Gebiet. Von Oliver Sobe

Im Infozelt gleich neben der Hauptbühne verdeutlichte die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV) mit einer begehbaren Schautafel die gewaltigen Dimensionen des Landschaftswandels vom Tagebau hin zur neuen Seen- und Kulturlandschaft. „Das Interesse an diesem spannenden Wandlungsprozess ist enorm groߓ, schätzte Michael Matthes, Referent für Projektplanung bei der LMBV, schon zur Halbzeit der Besuchertage am Samstagabend ein. Besonders viele Fragen hätten die Gäste zu den zeitlichen Abläufen bei der Flutung der Tagebauseen sowie zum Bau der schiffbaren Kanäle im Lausitzer Seenland gestellt. Auch der Wiederanstieg des Grundwassers war in zahllosen Gesprächen ein Thema, erzählte Michael Matthes.

Die Kunstgussstadt Lauchhammer präsentierte sich an ihrem Infostand unter anderem mit noch ziemlich druckfrischen Tourismusbroschüren. „Einige Leute haben vor 15 oder 20 Jahren in unserer Stadt gearbeitet, waren nach dieser Zeit aber nicht mehr in Lauchhammer. Daher waren sie neugierig, wie sich das Leben bei uns heute verändert hat“, schilderte Christin Ko ßagk, Auszubildende für Tourismus und Freizeit im Lauchhammeraner Rathaus, einen wiederkehrenden Inhalt ihrer Gespräche im Infozelt.

Für schwindelfreie Zeitgenossen war der Blick aus dem 40 Meter hohen Aussichtskran auf die zukünftige Landschaft am Altdöberner See ein besonderes Erlebnis. Brigitte Scholz, Projektleiterin bei der Internationalen Bauausstellung (IBA) „Fürst-Pückler-Land“ in Großräschen, erläuterte in der luftigen Höhe anhand eines Guckkastens die ersten Entwürfe zum Landschaftsbauwerk „Hand“, das in den kommenden Jahren an der Altdöberner Uferkante Gestalt annehmen soll. Am Infozelt neben dem Aussichtskran verteilte das IBA-Team unterdessen Werbeflyer für die bevorstehenden Filmnächte am Ilse-See. Vom 9. bis 11. Juli werden vor den IBA-Terrassen in Großräschen wieder nächtliche Kinofilme über die Großleinwand flimmern. „Viele Besucher haben unsere gedruckten Ankündigungen zu den Filmnächten mitgenommen“, freute sich IBA-Pressesprecherin Janine Mahler über die Resonanz.

Extra zu den 7. Lausitzer Besuchertagen war auch die „Seeschlange“ aus dem Familienpark Großkoschen auf dem weitläufigen Veranstaltungsgelände in Altdöbern ein gefragtes Verkehrsmittel. Die drollige Besucherbahn der Firma Aktiv-Tours brachte die Fahrgäste im Pendelbetrieb vom Altdöberner See in den Ort, zum Landschaftspark und zum Schloss. Eckhard Hoika, Firmengründer von Aktiv-Tours, wohnt selbst in Altdöbern. „Deshalb war es eigentlich selbstverständlich, dass wir uns mit der Urlauberbahn vom Senftenberger See an den Besuchertagen beteiligen“, erzählte Hoika.

Etwas weniger hektisch verliefen unterdessen am Samstag die Geschäfte beim Seenland-Markt auf dem Marktplatz neben der Altdöberner Kirche. Völlig unzufrieden zeigte sich Rainer Paukisch, Eisenwarenhändler aus dem Ruhlander Ortsteil Arnsdorf, mit dem Auftakt des Festwochenendes dennoch nicht. „Vor allem Bewässerungstechnik und die großen Gulaschkochtöpfe waren echte Renner. Erfahrungsgemäß ist bei zweitägigen Veranstaltungen sonntags meist auch mehr los“, lautete das Halbzeitfazit von Rainer Paukisch.