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| 11:25 Uhr

OSL-Museen schaffen erneut Besucherrekord

Das Festungsspektakel in Senftenberg war einer der Höhepunkte im vergangenen Jahr.
Das Festungsspektakel in Senftenberg war einer der Höhepunkte im vergangenen Jahr. FOTO: Museum OSL
Senftenberg/Lübbenau. Die vier Museen des Oberspreewald-Lausitz-Kreises haben erneut einen Besucherrekord geschafft. Knapp 128 000 Menschen, und damit noch mal 9000 mehr als im bisher besten Jahr 2014, strömten im vergangenen Jahr in die Einrichtungen nach Senftenberg, Lübbenau und Lehde. Jan Augustin

Museumsdirektor Stefan Heinz führt das erfreuliche Ergebnis auf das breite Angebot von Kultur und Bildung zurück. Fast 50 Veranstaltungen fanden im Spreewaldmuseum Lübbenau, im Freilandmuseum Lehde, in der Kunstsammlung Lausitz sowie in Schloss und Festung Senftenberg statt. Neben dem märchenhaften Besucherrekord konnte das Museum auch wirtschaftlich wieder zulegen. 730 000 Euro (2014: 659 000) nahm es bei rund 1,4 Millionen Euro Kosten (2014: 1,5 Millionen) ein. Der Zuschuss durch den Landkreis betrug 695 000 Euro (2014: 858 000 Euro).

Auch in diesem Jahr sollen sich beliebte Veranstaltungsreihen fortsetzen. "Wir werden natürlich mit dem Festungsspektakel im Sommer und den beiden Weihnachtsmärkten in Lehde und in Senftenberg drei sehr beliebte Veranstaltungshöhepunkte fortführen", kündigt Heinz an. Die Ausstellungen in Senftenberg werden einen technischen Schwerpunkt haben. Mit "Science Fiction - Flucht in die Zukunft" (28. Juni bis 31. Oktober) und "Achtung Hochspannung!" (ab 26.11.2016) sind wieder zwei interaktive Sonderausstellungen mit vielen Ausprobierstationen für Kinder im Schloss zu sehen.

Im Spreewald dreht sich alles ums Thema Handwerk. Unter dem Motto "Gemacht von Hand in Stadt und Land" beteiligen sich das Spreewaldmuseum und das Freilandmuseum am Kulturland Brandenburg Themenjahr "Handwerk zwischen gestern & übermorgen". Eigene Ausstellungsteile, Workshops zu Traditionshandwerken und Veranstaltungen sollen die Ausstellungen in den beiden Museen ergänzen.

Sandmann zieht nach Lübbenau

Auch das Thema Spielen soll nicht zu kurz kommen. Die Ausstellung "Sandmann trifft Micky Maus - Deutsch-deutsche Spielzeugwelten", die zurzeit noch in Senftenberg zu sehen ist, wird im Sommer (22. März bis 4. September) im Spreewaldmuseum zu Gast sein.

Eine der größten Veranstaltungen des vergangenen Jahres war das große Festungsspektakel mit Kanonendonner und Schaugefechten von Soldatengruppen aus Sachsen und Brandenburg. Wegen der großen Nachfrage fand es erstmals an zwei Tagen statt. "Die einzigartige Senftenberger Festungsanlage bietet die ideale Kulisse für ein solches Spektakel, das uns historisch in die Zeit des 18. Jahrhunderts führt", findet Heinz.

Die Spreewaldweihnacht, die das Museum gemeinsam mit dem Großen Kahnfährhafen Lübbenau veranstaltet, habe 12 000 Besucher an zwei Adventswochenenden angelockt. "Es ist der besondere Mix von Tradition und Brauchtum im Freilandmuseum Lehde, die Natur und Winteridylle bei der Kahnfahrt und das einzigartige Flair des Weihnachtsmarktes, der von den Gästen am meisten gelobt wurde", erklärt Museumssprecherin Jenny Linke.

Die Museen seien aber nicht nur ein wichtiger kultureller Anbieter, sondern auch Lernort. Das ganze Jahr über nutzen Kitas und Schulklassen die museumspädagogischen Programme von den Festungsspielen, über Workshops und Kinderführungen bis zur Theaterprojektwoche.

Ausstellungshöhepunkte im Schloss war die Ausstellung "Laufrad-Hochrad. Rennrad" mit mehr als 50 historischen Fahrrädern. Im Spreewaldmuseum ist die Winterausstellung "Das Goldene Zeitalter - Mythos und Landschaft der Spreewaldmaler" noch bis zum 14. Februar zu sehen. "Hier ist es uns gelungen, seltene Ikonen der Spreewaldmalerei erstmal in einer Ausstellung zu vereinen, die aus privaten Sammlungen stammen und zum Teil noch nie der Öffentlichkeit präsentiert wurden", erklärt der Wissenschaftler Tom Fehrmann.