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| 16:06 Uhr

Senftenberg
Oberförstereien Senftenberg und Calau fusionieren

Senftenberg/Calau. Brandenburger Ministerium reduziert landesweit die Anzahl der Einrichtungen von 30 auf 18. Von Torsten Richter-Zippack

Die beiden Oberförstereien Senftenberg und Calau sollen künftig zu einer Einheit verschmelzen. Damit wird das Gebiet des Landkreises Oberspreewald-Lausitz durch eine Oberförsterei verwaltet. Das kündigt Hans-Joachim Wersin aus dem Brandenburger Umweltministerium an. Allerdings, so Wersin, erfolge dieser Schritt nicht sofort, sondern langfristig.

Hintergrund ist die Reduzierung der Personalstellen beim Landesbetrieb Forst Brandenburg. Künftig werde es dort insgesamt 1150 Stellen geben. Zum Jahresende 2018 waren es 1538 Stellen. Im Zuge der Personalplanung müsse auch die Struktur der Forstreviere entsprechend angepasst werden. „Im Ergebnis werden von den bisher 208 Forstrevieren in Brandenburg künftig voraussichtlich 188 übrig bleiben“, kündigt Wersin an. Für die Beschäftigten im Revierdienst ergeben sich jedoch nur geringe Auswirkungen, wenn sich Grenzen und Zuständigkeiten ändern. „Es ist grundsätzlich nicht vorgesehen, die Dienstsitze der Reviere zu verändern“, erklärt der Ministeriumssprecher.

Wann genau die Fusion der Oberförstereien Senftenberg und Calau erfolgt, sei derzeit noch unklar. Einen verbindlichen Zeitplan gebe es nicht. Nur so viel: „Die avisierten Veränderungen sollen bedarfsweise unter Berücksichtigung der regionalen Personalsituation erfolgen“, sagt Hans-Joachim Wersin. Die Leute aus der Oberförsterei Senftenberg wollen zur geplanten Fusion indes nichts sagen, sondern verweisen umgehend ans Ministerium nach Potsdam.

Für die Bürger sollen sich die Änderungen jedoch in Grenzen halten. Wie bisher bleiben die Revierförster die regionalen Ansprechpartner für alle Fragen in Zusammenhang mit dem Wald. Landesweit gibt es nach Angaben des Landesbetriebes Forst Brandenburg rund 100 000 Waldbesitzer.

Seit dem Jahr 2012 gliedert sich die Brandenburger Forstwirtschaft in Hoheitsoberförstereien und Landeswaldoberförstereien. Während erstere für alle gemeinwohl­orientierten Belange zuständig sind, kümmern sich letztere um die wirtschaftliche Nutzung von Wald und Wild.