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Ortrand feiert die Stadtsanierung auf historischem Pflaster

Die historische Altstadt von Ortrand ist aufgemöbelt, das Sanierungsprogramm ist abgearbeitet.
Die historische Altstadt von Ortrand ist aufgemöbelt, das Sanierungsprogramm ist abgearbeitet. FOTO: Karsten Exner
Ortrand. Das Arbeitsprogramm ist nach 25 Jahren bewältigt. Blick auf das Ergebnis bei Rundgang zum Sommerempfang. Neue Visionen von Studenten vorgelegt. Kathleen Weser

Die Stadt Ortrand ist in den vergangenen Jahren aufwendig saniert worden. 1992 hatten die Stadtväter den Anstoß gegeben, Fördergelder von Bund und Land für die Innenstadt zu beschaffen. Ein 18,2 Hektar großes Sanierungsgebiet wurde festgelegt, das sich von der Altstadt mit der Friedhofsgasse und der Straße der Einheit bis zur Pulsnitz über die Bahnhofstraße, Neugasse und Schützenhausstraße erstreckt.

Das Ziel sind der Erhalt und das Wiederherstellen eines weitgehend bauzeitlichen und ortstypischen Stadtbildes gewesen. Das Zentrum und die Innenstadt als Wohnstandort stehen im Mittelpunkt. Nach bodenarchäologischen Untersuchungen der historischen Mitte sind das historische Rathaus saniert und der Altmarkt umgestaltet worden. Auch privat ist kräftig investiert worden. "Insgesamt wurden mehr als 9,1 Millionen Euro an Fördergeldern ausgegeben, etwa 45 Prozent im öffentlichen Raum und 36 Prozent für die Instandhaltung und Modernisierung von Gebäuden", erklärt Bürgermeister Niko Gebel (CDU). Viele positiven Veränderungen seien zu sehen: das Bahnhofsensemble, der Topfmarkt, der Haag-Bereich und das Eckhaus am Altmarkt zur Elsterwerdaer Straße. "Wir werden auch in den nächsten Jahren weiter daran arbeiten, unsere Pulsnitzstadt schöner zu machen", sagt er. Neue Ideen und auch Hinweise zu ratsamen Korrekturen haben kürzlich angehende Stadt- und Raumplaner der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern geliefert.

Einen Blick in die erarbeiteten Zukunftsvisionen für Ortrand gewährt eine Ausstellung im Rathaus. In mehr als zwei Monaten intensiver Arbeit ist das Stadtbild einer kritischen Analyse unterzogen worden. Während der Sommerferien können sich interessierte Bürger im Rathaussaal zu den gewohnten Öffnungszeiten oder nach telefonischer Absprache nun über die neuen Erkenntnisse informieren. Ab der ersten Schulwoche im September wird die Ausstellung dann in der Ortrander Oberschule zu sehen sein. Für das Stadtoberhaupt ist das ein Ort mit Symbolcharakter. "Schließlich soll die Stadt weit über das Jahr 2030 hinaus gerade für die kommenden Generationen lebenswert gestaltet werden", stellt Niko Gebel abschließend fest.

Zum Thema:
Zum Abschluss der Innenstadtsanierung in Ortrand wird am 4. August im Rathaushof ein Sommerempfang veranstaltet. Die Stadt und der Sanierungsträger, die Ews-Planungs- und Entwicklungsgesellschaft Berlin, laden Interessierte zu einem kleinen Rundgang durch die Innenstadt ein.