Obdachlose in Senftenberg sollen nicht mehr im Heim in der Calauer Straße übernachten, sondern in von der Stadt zur Verfügung gestellten Wohnungen. Das beschließt die Stadtverordnetenversammlung 2017. So soll Geld gespart werden.

Mit dem alten Konzept des Obdachlosenheims entstanden der Stadt Senftenberg im Jahr 2017 Kosten in Höhe von 114 000 Euro. 2019 standen der Obdachlosenhilfe erneut 110 000 Euro zur Verfügung. Nur 68 000 Euro wurden gebraucht. Das macht 24,69 Euro pro Person und Übernachtung. Falk Peschel, Amtsleiter für Bildung und Soziales im Senftenberger Rathaus, zeigt sich zufrieden: „Das Konzept der Stadtverordnetenversammlung ist aufgegangen.“

Sieben Plätze stehen zur Verfügung

Die Wohnungen befinden sich in der Otto-Nuschke-Straße und der Krankenhausstraße. Sieben ständige Plätze stehen dort zur Verfügung, erzählt Axel Blumenthal von der Obdachlosenhilfe des Diakonischen Werkes Elbe-Elster. Diese seien aber ständig überbelegt. So lag die Auslastung im Januar bei 114,3 Prozent. Nur durch die drei Notbetten seien überhaupt ausreichend Schlafmöglichkeiten vorhanden.

Für das Jahr 2019 wurden zehn Neuaufnahmen und neun Auszüge verzeichnet. Vier davon konnten in eine eigene Wohnung ziehen. Über das Jahr verteilt gab es sechs Notübernachtungen.

Die Zahl habe im Vergleich zu den Vorjahren abgenommen, erzählt der Diplomrehabilitationspädagoge. Bedarf bestehe vor allem bei den ständigen Plätzen. Daher gebe es bereits einen neuen Vertrag für eine Wohnung mit zwei weiteren Plätzen.