(ab) So spitz wie noch nie musste der Rotstift angesetzt werden, damit das Amt Ruhland einen genehmigungsfähigen Haushalt für 2019 aufstellen kann. „Wichtige Unterhaltungsmaßnahmen und Investitionen sind gestrichen“, erklärt Kämmerin Sylke Balzer die Not-Strategie.

Dass der Haushalts-Ausgleich überhaupt geglückt ist, ist einzig und allein einem Griff in die Rücklagen zu verdanken. Zusätzlich sind erstmals in der Amts-Geschichte einschneidende Maßnahmen notwendig. „Wir haben alles zusammengekürzt, was zu kürzen geht“, so Sylke Balzer vor den Mitgliedern des Amtsausschusses. Zum Streichkonzert gehören die Traditions-Uniformen der Feuerwehr. Die ursprünglich vorgesehenen 144 000 Euro für Baumpflegearbeiten an den Radwanderwegen mussten auf 60 000 Euro eingedampft werden. Betroffen ist auch der Bauhof des Amtes. Mit 80 000 Euro sollte die Alt-Technik auf Vordermann gebracht werden. Dafür stehen jetzt nur noch gut 20 000 Euro zur Verfügung.

Die Amtsumlage indes bleibt vom Prozentsatz her stabil. „Wir kennen die Not der Gemeinden. Eine Erhöhung haben wir daher nicht in Erwägung gezogen“, erklärt die Kämmerin. Ein beruhigendes Szenario stellt sie auch für das Folgejahr nicht in Aussicht. Auch für 2020 wird ein stark negatives Ergebnis erwartet, das dann nicht mehr mit einem Griff in die Rücklage ausgeglichen werden kann.