Die Biotonne soll helfen. Doch Neues wird schnell verteufelt, weil es wieder Geld kostet. Der Abfallverband rechnet vor, dass man nicht unbedingt draufzahlen muss.

Jeder kann selbst abwägen. Einer der Vorteile ist die Freiwilligkeit. Andere Verbände in Deutschland sind rigoroser. Dies geschieht auch mit Blick auf die Umwelt. Denn nicht wenige kippen ihre überschüssigen Grünabfälle einfach in die Landschaft. Zusätzlich locken Nahrungsreste auch auf dem Kompost Wildtiere an. Nachteile gibt es auch. Ein weiterer Behälter verlängert die Tonnengalerie auf dem Grundstück. Und dann der Gestank im Sommer, der künftig von der noch alles fassenden Restmüll- in die Biotonne wandern soll. Der Abfallverband rät, Essensreste in Altpapier einzuwickeln. Zusammen mit trockenen Grünabfällen aus dem Garten werde die Mischung erträglich sein.

Ganz schlaue Mitmenschen wissen, dass die verordnete deutsche Vorsortierleidenschaft ein großes Geschäft ist. Die Technik sei heute in der Lage, alles zu separieren, wenn es in eine Tonne geworfen werden würde - auch Bioabfälle, aber vielleicht von Papier, Textilien, Schadstoffen und Elektronikschrott abgesehen.

manfred.feller@lr-online.de