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Grüne Woche
Mehr Gäste, mehr Abwechslung, mehr Zuspruch

Mit ihrer opulenten Waldbeerentorte hat Katja Kling mit Tochter Susi am Gemeinschaftsstand des Landkreises auf der Grünen Woche gepunktet.
Mit ihrer opulenten Waldbeerentorte hat Katja Kling mit Tochter Susi am Gemeinschaftsstand des Landkreises auf der Grünen Woche gepunktet. FOTO: Frank Claus / LR
Senftenberg. Die zweite Teilnahme des Landkreises OSL an der Grünen Woche war für die Aussteller ein voller Erfolg. Von Josephine Japke

Die Grüne Woche ist vorbei. Mit dem zweiten Auftritt der Landkreises Oberspreewald-Lausitz auf der internationalen Messe sind Verantwortliche und Aussteller gleichermaßen überglücklich, denn alles war besser als im Vorjahr: mehr Gäste, mehr Zuspruch, mehr Abwechslung.

„Unser Landkreis ist vielfältig und dadurch heben wir uns von anderen ab. Diese Vielfalt konnten wir durch unsere breite Palette an Angeboten und Ausstellern toll präsentieren“, sagt Jens Bergmann vom Sachgebiet Wirtschaft und Förderung des Landkreises OSL mit sicherer Überzeugung. „Beliebt waren unsere Printprodukte aus dem Lausitzer Seenland über touristische Ziele in unserer Region. Aber auch unsere Aussteller, von Handwerk über Törtchen bis zur Fleischerei zogen die Gäste an“, sagt er.

Das spürte auch Katja Kling auf ihrem ersten Besuch auf der Grünen Woche. 21 Torten und eine Hochzeitstorte hatte sie im Gepäck, als sie sich von Schwarzheide auf den Weg nach Berlin machte. Davon ist nichts mehr übrig. „Wir sind alles losgeworden. Vor allem unsere Waldbeeren-Torte mit frischem Obst und die dreistöckige Hochzeits­torte in den Geschmacksrichtungen Vanille, Himbeere und Heidelbeere waren schnell weg“, sagt sie und freut sich über die ausnahmslos positive Resonanz der Gäste.

„Wir benutzen regionale und saisonale Produkte und verzichten so weit wie möglich auf Zucker. Dieses Konzept kommt bei den Leuten gut an“, erklärt Katja Kling, der jedes Feedback wichtig ist, um ihr erst vor einem Jahr in Schwarzheide eröffnetes Café auf den richtigen Kurs zu bringen. Seit ein paar Tagen hat sie dieses wieder geöffnet und wurde in der Zeit schon oft auf ihre Berliner Stippvisite angesprochen.

Schon auf der OSL-Premiere im Vorjahr war der Landwirtschaftsbetrieb Thomas Domin aus Peickwitz dabei. Als „altes Eisen“ konnte er so von seinen Erfahrungen profitieren. „Wir waren gut vorbereitet, wussten, was wir mitnehmen und worauf wir uns einstellen müssen. Insgesamt lief es besser, als im letzten Jahr“, sagt Geschäftsführer Thomas Domin und verrät sein Erfolgsrezept: „Man muss die Leute direkt ansprechen, sonst kann man auch nichts verkaufen.“ Vor allem seine Pfeffer-Beißer, Wurstgläser und die mit Hausgemachten gefüllten Jutebeutel konnte er an den Mann bringen. Bei so viel Andrang hatte er selbst keine Zeit, mal durch die Brandenburg-Halle zu schlendern. Doch das stört ihn nicht, ganz im Gegenteil: „Es ging natürlich auch darum, Kontakte zu knüpfen und das ist uns gelungen. Einige Gastronomen fragten, in welchen Größenordnungen wir produzieren und liefern können. Es wird sich in den kommenden Wochen zeigen, ob eine Zusammenarbeit mit einigen von ihnen entsteht“, verrät Thomas Domin ohne zu viel zu verraten.

Im Gegensatz zu Thomas Domin war Mandy Schulze vom Hofcafé „Am Gutshof“ in Schwarzbach zum ersten Mal auf der Grünen Woche und ist nicht so begeistert wie ihre Mitstreiter. „Es lief nicht ganz so gut, wie wir es uns gewünscht hätten. Trotzdem war es eine interessante Erfahrung“, sagt die Inhaberin. Einige der Besucher wollten lieber kostenlos probieren, statt ihre hausgemachten Kuchen und Marmeladen im Glas zu kaufen. Stressig war der Besuch trotzdem: „Ich habe viele Gäste angesprochen und Flyer verteilt. Diejenigen, die ich auf uns aufmerksam machen konnte, waren begeistert“, erklärt sie.