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| 10:00 Uhr

Ausbildungsmarkt Oberspreewald-Lausitz
Noch 58 freie Lehrstellen auf dem Bau im Kreis

Hoch hinaus: Wer auf dem Bau lernt, kann es per Aufstiegsfortbildung bis zum Polier oder Bauleiter bringen.
Hoch hinaus: Wer auf dem Bau lernt, kann es per Aufstiegsfortbildung bis zum Polier oder Bauleiter bringen. FOTO: IG Bau
Senftenberg/Lübbenau. Die Industriegewerkschaft (IG) BAU lockt mit hohen Verdiensten und guten Karrieremöglichkeiten.

Zum Start des neuen Ausbildungsjahres haben Baufirmen im Landkreis Oberspreewald-Lausitz noch 58 Ausbildungsplätze zu besetzen. In ganz Brandenburg zählt die Branche 847 freie Azubi-Stellen. Darauf weist die IG Bauen-Agrar-Umwelt hin.

Die Gewerkschaft beruft sich hierbei auf neueste Zahlen der Arbeitsagentur. „Schulabgänger haben jetzt noch die Chance, kurzfristig einen Platz zu bekommen. Sei schlau, geh‘ zum Bau – das gilt heute genauso wie früher“, sagt Regina Grüneberg von der IG BAU Südbrandenburg mit Blick auf die Bezahlung und Karrierechancen in der Branche.

Nach einer Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zählen Bau-Azubis zu den Bestverdienern unter allen Auszubildenden. In diesem Jahr kam noch einmal ein monatliches Plus von 60 Euro dazu. So startet ein angehender Maurer oder Betonbauer nun mit 765 Euro pro Monat ins erste Lehrjahr. Im dritten Jahr sind es bereits 1190 Euro.

„Nach der Ausbildung können Gesellen eine lange Karriereleiter hinaufklettern – und es bis zum Polier oder Bauleiter bringen“, sagt Gewerkschafterin Grüneberg. Der Fachkräftebedarf dürfte bei den heimischen Baufirmen in den nächsten Jahren weiter

wachsen, schätzt sie. „Die Arbeit wird den Bau-Spezialisten mit Sicherheit nicht ausgehen. Gebaut wird immer – die Branche ist ein fester Faktor der Binnenkonjunktur.“ Die IG BAU rät Schulabgängern hierbei, sich vor allem in Innungsbetrieben umzusehen, die sich an Tarifverträge halten. Diese liegen bei den Verdiensten, Arbeitsbedingungen und der Beschäftigtenzufriedenheit weit vor Betrieben ohne Tarifbindung, so eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung.

Zugleich gehe die Digitalisierung auf dem Bau in großen Schritten voran. „Maurer-Roboter sind nur ein Stichwort auf dem Weg zur Baustelle 4.0. Neue Technologien werden die Arbeit enorm erleichtern“, sagt Grüneberg. Schon heute müsse sich die Berufsausbildung darauf einstellen – und den Bau-Nachwuchs für das digitale Zeitalter qualifizieren.

Erstmals hat die IG BAU in diesem Jahr auch einen Fahrkosten- und Unterbringungszuschuss von 60 Euro pro Monat durchgesetzt. Diesen bekommen Berufsschüler, die in eine Landes- oder Bundesfachklasse gehen und dafür längere Wege zurücklegen müssen.

Freie Ausbildungsplätze finden sich im Netz unter www.jobboerse.arbeitsagentur.de oder www.bau-stellen.de

(kw)