Im zeitigen Frühjahr hatte die Zukunft der ASB-Begegnungsstätte in der Senftenberger Kormoranstraße auf Messers Schneide gestanden. Aufgrund massiver finanzieller Schwierigkeiten stand die Einrichtung vor dem Aus. Um solche Situationen zukünftig zu verhindern, soll sie jetzt in ein Mehrgenerationenhaus umgewandelt werden. Das kündigt Jana Edel, Geschäftsführerin des ASB-Kreisverbandes Senftenberg, an.

Die ASB-Begegnungsstätte braucht die Hilfe der Stadt Senftenberg

„Wir möchten am Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus teilnehmen. Das ist aber nicht so einfach. Wir benötigen dafür die Unterstützung der Stadt Senftenberg“, erklärt Edel. Der Vorteil: Die Finanzierung der jetzigen Begegnungsstätte stünde auf sicheren Füßen. Denn aktuell stellt das Bundesfamilienministerium eigenen Angaben zufolge 40 000 Euro pro Mehrfamilienhaus und Jahr zur Verfügung. Weitere 10 000 Euro kommen aus der jeweiligen Stadt- oder Gemeindekasse.

Hilfe für die ASB-Begegnungsstätte entlastet die Stadt Senftenberg

Das hätte auch für die Stadt Senftenberg einen Vorteil. Derzeit beteiligt sich die Kommune mit jährlich 15 000 Euro an der Finanzierung des ASB-Hauses in der Kormoranstraße. Fände dieses eine Aufnahme ins Bundesprogramm, würde sich der städtische Anteil um 5000 Euro reduzieren.
Insgesamt benötigt die Begegnungsstätte derzeit rund 80 000 Euro pro Jahr. Um der aktuell wegen der Corona-Krise ohnehin geschlossenen Einrichtung eine weitere Existenz zu ermöglichen, haben die Senftenberger Stadtverordneten einem einmaligen Zuschuss von 18 000 Euro aus der Stadtkasse zugestimmt.

Das Geld für die Senftenberger ASB-Begegnungsstätte reicht nicht

Die eigenen Einnahmen der Begegnungsstätte reichen nicht aus, um das Loch zu stopfen. Selbst mit der im vergangenen August in Kraft getretenen Gebührenerhöhung könne die schwarze Null nicht erreicht werden. Die Einrichtung wird insbesondere durch viele ältere Bürger regelmäßig genutzt. ASB-Angaben zufolge besuchten im vergangenen Jahr rund 8500 Menschen das Haus in der Kormoranstraße.
Bereits vor vier Jahren stand die Einrichtung schon einmal vor einer finanziellen Zerreißprobe. Doch war es geglückt, den Betrieb aufrecht zu erhalten. Das solle auch diesmal gelingen, sind sich die Protagonisten sicher.
Im kommenden Jahr wird es laut Bundessozialministerium ein Anschlussprogramm für Mehrgenerationenhäuser geben. Deutschlandweit gibt es derzeit 540 Mehrgenerationenhäuser. Im Oberspreewald-Lausitz-Kreis existieren bislang zwei solcher Einrichtungen. Sie befinden sich in Lauchhammer und in Großräschen.