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Tourismus
Neuer Besucherrekord am Senftenberger See

Hochbetrieb herrschte in diesem Sommer öfter an den Stränden des Senftenberger Sees. Archivfoto: Steffen Rasche
Hochbetrieb herrschte in diesem Sommer öfter an den Stränden des Senftenberger Sees. Archivfoto: Steffen Rasche FOTO: Steffen Rasche
Senftenberg. Rekordmeldung vom Senftenberger See: Die Zahl der Übernachtungen ist zum ersten Mal auf über 250 000 gestiegen. Doch Ausruhen wollen sich die Seenland-Touristiker auf dieser Zahl nicht.

Neue Bestmarken am Senftenberger See: Trotz des durchwachsenen Sommers hat der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg in diesem Jahr rund 57 500 Gäste gezählt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung von rund einem Prozent. Die Zahl der Übernachtungen in den Ferienanlagen am See wird erstmals voraussichtlich die 250 000er-Marke überschreiten. Das geht aus einer Hochrechnung hervor, die Verbandsvorsteher Volker Mielchen am Montag im Familienpark Großkoschen vorgestellt hat. „Das war für uns eine magische Zahl. Da sind wir zufrieden“, sagt er. In der Statistik berücksichtigt wurden die Daten aus dem Familienpark mit Campingplätzen und Hafencamp sowie dem Wohnmobilstandplatz Buchwalde. Grund zur Freude hat Volker Mielchen auch über die Entwicklung bei der Aufenthaltsdauer. Denn die Gäste bleiben länger - im Durchschnitt 4,4 Tage. Auf ähnlich hohem Niveau wie im heißen Sommer 2016 liegt auch der Campingtrend. Insgesamt verbrachten knapp 27 000 Menschen ihren Urlaub auf einem der Zelt-, Wohnmobil- und Komfortcampingplätze.

Viel mehr an Rekorden ist nicht möglich. Die Kapazitäten sind in der warmen Jahreszeit fast ständig ausgelastet, Ferienhäuser aller Couleur so gut wie immer ausgebucht. So sind die neuen, hochpreisigen Baumhäuser in ihrer ersten vollen Saison immer belegt gewesen. Die Nachfrage sei so groß, dass die Unterkünfte noch bis Weihnachten vermietet werden könnten. „Darüber sind wir sehr überrascht“, sagt Volker Mielchen. Überwiegend junge Pärchen nutzen das Angebot. Und sie kommen wegen der Vermarktung über einen großen Reiseanbieter aus dem gesamten Bundesgebiet. „Sehr gut angenommen“ werden auch die neu gebauten Ferienhäuser, insbesondere auch des größeren Typs. „Das führt dazu, dass wir nochmals mehr Gäste begrüßen und den Umsatz steigern konnten“, erklärt Volker Mielchen.

Der Zweckverband Lausitzer Seenland investiert in die Infrastruktur am Senftenberger See und kann sich für dieses Jahr 2017 über einen neuen Gästerekord freuen.
Der Zweckverband Lausitzer Seenland investiert in die Infrastruktur am Senftenberger See und kann sich für dieses Jahr 2017 über einen neuen Gästerekord freuen. FOTO: Jan Augustin / LR

Auf dem Rekordniveau ausruhen wollen sich die Touristiker aber nicht. Der Zweckverband investiert weiter in die Infrastruktur. Im Familienpark wird derzeit die Achse zum See neu gebaut. Entstehen soll ein hübscher Waldweg mit Promenadencharakter. Volker Mielchen hofft, dass die Bauarbeiten bis zum kommenden Frühjahr abgeschlossen sind. Angelaufen sind auch die Arbeiten für einen neuen Parkplatz, der zum Teil aus europäischen Fördermitteln finanziert wird. Außerdem wird seit Kurzem kräftig für den Seeradweg zwischen Großkochen und dem Schullandheim Niemtsch gebaggert. Teilweise wird der Abschnitt grundhaft erneuert, überall aber soll er einen Wurzelschutz erhalten. Das Geld für diese Sanierung stammt zu großen Teilen aus dem Abkommen über die Braunkohlesanierung, erläutert Mielchen.

Von Gäste-Zahlen wie am Senftenberger See ist Großräschen derweil noch ein Stück weit entfernt. Doch der See soll im kommenden Jahr auf 100 Meter über Normalnull fertiggeflutet sein und so schon teilweise von kleineren Booten genutzt werden können, so Mielchen. Um die Schiffbarkeit vollends möglich zu machen, müssen seetaugliche Bagger noch einige Untiefen ausgleichen. Außerdem sei die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft noch damit beschäftigt, die Uferbereiche zu sichern. Das Baden sei deshalb auch im nächsten Jahr noch nicht erlaubt.

Unterdessen hat am Sedlitzer See der Neuaufbau für den Kiosk an der Landmarke „Rostiger Nagel“ begonnen, informiert der Verbandsvorsteher weiter. Das Gebäude in Holzbauweise war im Sommer 2016 abgebrannt. „Wir hoffen auf ein Richtfest vor Weihnachten“, stellt Volker Mielchen in Aussicht. Auf jeden Fall soll er zu neuen Saison wieder eröffnet sein.