ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:26 Uhr

Neuer Bürgermeister in Ruhland

Ruhland. Völlig unspektakulär und in rasantem Tempo ist das Elsterstädtchen am Montagabend zu einem neuen Bürgermeister gekommen. Damit ist die Lücke geschlossen, die der langjährige Amtsinhaber Eberhard Krause mit seinem Tod gerissen hat. Andrea Budich

Neu auf dem Bürgermeisterstuhl sitzt der CDU-Mann Uwe Kminikowski. In offener Wahl haben alle Abgeordneten des Ruhlander Parlaments dem 52-jährigen zweifachen Familienvater im ersten Anlauf ihr Vertrauen ausgesprochen. Damit übernimmt Kminikowski das Ruder bis zur nächsten Kommunalwahl im Mai 2014.

Uwe Kminikowski gehört seit vier Jahren zur Ruhlander Abgeordnetenrunde. Als neuer erster Mann will er sich in erster Linie für mehr Bürgernähe stark machen. "Die ist in letzter Zeit etwas verloren gegangen", sagt der gebürtige Ruhlander. Beruflich als Kundenberater unterwegs, hat Kminikowski das Ziel, bei Vereinen und Gewerbetreibenden der Stadt mehr Einigkeit herzustellen. "Wenn alle an einem Strang ziehen, könnte in der Stadt viel mehr bewegt werden", ist er überzeugt. Er selbst ist vor vier Jahren zur Wahl angetreten, weil "nicht immer nur gemeckert werden darf", wie er selbst sagt. Diesem Credo will er treu bleiben und an vielen Stellschrauben drehen, damit sich etwas bewegt.

Mit einem kurzen Beifall wurde der Neue ins Amt eingeführt und übernahm als Versammlungsleiter sogleich die Geschäfte. Unter seiner Regie wählte die Abgeordnetenrunde Anett Orthmann (SPD) zur ersten Stellvertreterin des Bürgermeisters. Zweite Stellvertreterin ist Sandy Feige von der Unabhängigen Wählergemeinschaft.

Der Stuhl neben Amtsdirektor Roland Adler blieb indes an diesem Abend im Präsidium leer. Die Parlamentarier zollten damit dem verstorbenen Bürgermeister Eberhard Krause ihren Respekt. Vor Beginn der Stadtverordnetenversammlung hatten sie sich zu einer Schweigeminute versammelt.