Heute aber kann ich nicht vorübergehen an einem Baby, das mit seinen Beinchen strampelt und mir seine Ärmchen entgegenstreckt. Es war nicht immer so . . . Ich musste wohl erst Ruheständler werden, um einen neuen Blick für die Schönheit der Schöpfung und für das Wunder des Lebens zu gewinnen.
Wie selbstverständlich habe ich alles gesehen und mir wenig Zeit genommen, darüber nachzusinnen. Es bedurfte wohl so etwas wie einer „Neugeburt“ bei mir. Ich bin dankbar, dass das geschehen ist. So eine „Neugeburt“ geschieht auch, wenn wir zum Glauben an Gott kommen, der sich uns ins Jesus Christus offenbart hat. Menschen bekennen: „Wir sind wie neu geboren. In all unserem Suchen nach Sinn und Ziel für unser Leben haben wir bei Christus Erfüllung gefunden“ . Und jeder von uns kennt auch diese Erfahrung: So viele Hoffnungen, die wir in uns tragen, werden zunichte gemacht. Es gibt nur eine Hoffnung, die trägt. In diesem afrikanischen Volksstamm wird das Wort „hoffen“ mit „durch den Horizont sehen“ übersetzt.
Seit Ostern dürfen wir durch den Horizont des Todes blicken - hin zu dem Auferstandenen, der auch für uns die Tür zur Ewigkeit aufgetan hat. Ich erbitte von Gott für uns alle, dass wir die gleiche Erfahrung machen wie Petrus am ersten Ostertag. Er wurde aus allen Zweifeln herausgeholt durch die Begegnung mit dem auferstehenden Herrn. So konnte er nach dieser „Neugeburt“ voller Freude schreiben: „Gott hat uns wieder geboren zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten“ . Diese Worte möchten Sie in der vor uns liegenden Woche, wie immer, begleiten und ermutigen.