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Neuer Babyrekord in Lauchhammer

Der Baby-Reigen 2017 ist eröffnet: Schwester Silvia Steinert mit Baby Richard Oppermann, Steffi Watzig aus Arnsdorf mit ihrem Baby Stacy und Dr. Johanna Fröhlich mit Baby Lia Manicke (v. l.).
Der Baby-Reigen 2017 ist eröffnet: Schwester Silvia Steinert mit Baby Richard Oppermann, Steffi Watzig aus Arnsdorf mit ihrem Baby Stacy und Dr. Johanna Fröhlich mit Baby Lia Manicke (v. l.). FOTO: Steffen Rasche/str1
Lauchhammer. Neuer Babyrekord im Kreißsaal Lauchhammer des Klinikums Niederlausitz: Im Entbindungshotel kamen im Vorjahr insgesamt 689 Kinder auf die Welt – das sind knapp 40 mehr als im Vorjahr und so viele wie seit 27 Jahren nicht mehr. Der Aufwärtstrend hält seit fünf Jahren ungebrochen an. Andrea Budich

Nach dem ersten starken Halbjahr hat Chefärztin Astrid Wolbrandt damit begonnen, mit der 700er-Marke zu liebäugeln. Allein im April wurden 70 Kinder geboren. Es gab sogar Tage, an denen kamen auf einen Schlag sieben Kinder im Kreißsaal zur Welt. "Da sind wir Hebammen richtig ins Schwitzen gekommen", bestätigt Chef-Hebamme Heike Kuropka. In solchen Schichten mussten Kolleginnen in Rufbereitschaft zusätzlich in den Kreißsaal gerufen werden. Das zweite Halbjahr war dann aber nicht mehr ganz so stark. Im Dezember wurden mit 48 Kindern die wenigsten Babys des Jahres geboren. Auch über den Jahreswechsel hatten die zehn Hebammen verhältnismäßig wenig zu tun. Kein Baby am Heiligabend, kein Baby am ersten Weihnachtsfeiertag. Dafür zieht Adebar in den ersten Tagen des neuen Jahres voll durch. Sechs Babys stehen bis Mittwochvormittag (4. Januar) schon wieder im Geburtenbuch.

Der Baby-Boom im Klinikum Niederlausitz ist damit ungebrochen und liegt im bundesweiten Trend. So viele Kinder wurden in Lauchhammer seit 27 Jahren nicht mehr geboren. Zum Tiefpunkt nach der Wende erblickten dort nicht einmal 400 Kinder das Licht der Welt.

Bei den 689 Neugeborenen sind die Jungen in der Oberzahl (356). Die Mädchen indes sind mit 333 rosa Bändchen abgeschlagen. Die meisten Babys werden in Lauchhammer abends und an Wochenenden geboren. Hochbetrieb in den drei Kreißsälen herrscht freitags. 115 Kinder wurden an dem geburtenstärksten Wochentag geboren.

Die Mütter der 2016er-Babyparade sind im Schnitt 30 Jahre alt. Neugeborene mit Geburtsgewichten von mehr als vier Kilogramm sind inzwischen in Lauchhammer keine Besonderheit mehr. "Die Tendenz zu schweren Babys hält an", bestätigt Chef-Hebamme Heike Kuropka. Beim schwersten Kind zeigte die Waage im Vorjahr immerhin 4,7 Kilogramm an.

Bei der Wahl der Vornamen geht der Trend ganz klar zu den alten, klassischen Namen wie Martha, Emma, Hedda, Minna und Klara. Bei den Jungen stehen wieder Oskar, Leopold, Torben, Alfred, Anton und Heinz auf der Geburtsurkunde. "Ausgeflippte Namen werden immer weniger", bestätigt die Hebamme. Dazu gehören bei den Jungen Levi-Liam und Maxim-Lennox. Kleine Damen haben den Kreißsaal verlassen mit den Namen Philippa Calliopi und Hope Phobe. Die Namens-Hitliste wird in Lauchhammer angeführt von Lilly und Finn. Die Spitzenreiter des Vorjahres, Sophie und Luis, tauchen zwar noch auf, jedoch weit abgeschlagen.

Neu im Entbindungshotel ist die Stillambulanz. Junge Mütter, die Schwierigkeiten haben oder einfach nur unsicher sind, können sich zur Sprechstunde am Dienstag jederzeit telefonisch anmelden. Im Vorjahr sind 526 voll gestillte Kinder von der Geburtenstation entlassen worden. Das sind 88 Prozent der Neugeborenen.

Zum Thema:
Namens-Hitliste bei den Mädchen: Lilly, Charlotte/Charlotta, Lotta und Anni Namens-Hitliste bei den Jungen: Finn, Max und Ben. Zwillings-Geburten: Zwillingsgeburten gab es im Vorjahr neun Mal. Februar: Marvin und Darius; Julius Andre und Louis ManfredMärz: Julien und TristanMai: Janny Dalyit und Amy Bettina; Louis und LukasAugust: Mia und Zoe; Hanna und MaraSeptember: Lia und MelinaNovember: Asiya und Aisha Bei Jungen häufig gewählt wurden auch die Namen Matz und Peet - entweder solo oder in Kombination, beispielsweise Matz Frieder. Die Eltern der 689 Babys kommen mit 61 Prozent aus dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz und mit 33 Prozent aus dem Kreis Elbe-Elster.