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Neuer Anlauf für kleine Seenkette

Hoyerswerda. Die kleine Lausitzer Seenplatte zu Füßen der Energiefabrik Knappenrode, die aus den Werminghoff'schen Kohlegruben entstanden ist, soll touristisch neu entwickelt werden. Das alte Revier hat sich als ein schwerer Sanierungsfall entpuppt. Kathleen Weser

Im Auftrag des Freistaates Sachsen schreitet die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) gut acht Jahre lang zur Tat, um die gekippten Böschungen der alten Tagebaurestlöcher gegen das Abrutschen zu sichern. Denn diese künstliche Landschaft war auch in Folge der Kriegswirren weitgehend aus dem unkontrollierten Eigenaufgang des Wassers entstanden. Kleine Wasserwanderwege zwischen Knappensee, Mortkaer See, Graureiher See und Silbersee sollen das Seengebiet nach der Sanierung aufwerten. Die Gemeinde Lohsa hat vergeblich versucht, dafür Fördertöpfe anzuzapfen. Deshalb startet der Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen (LSS) jetzt einen neuen Versuch. Für das avisierte Konzept, das Möglichkeiten beleuchten und vor allem auch Kostenschätzung liefern soll, muss eine Finanzquelle aufgetan werden. Das bestätigt Geschäftsführer Daniel Just.

Mit dem laufenden Braunkohleverwaltungsabkommen liebäugelt der Verband jetzt.