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Neuen Rekord mit 144 Pferden beim Sedlitzer Reitertag aufgestellt

Hier präsentierte die Proschimer Reiterin Sabine Mittelbach auf "Picasso" ihr Können.
Hier präsentierte die Proschimer Reiterin Sabine Mittelbach auf "Picasso" ihr Können. FOTO: T. Richter-Zippack/trt1
Sedlitz. Bei schönstem Frühlingswetter ist der Sedlitzer Reitverein in die neue Saison gestartet. Die Lausitzer hatten zu mehreren Wettkämpfen eingeladen. Torsten Richter-Zippack/trt1

Mit insgesamt 153 Startern und 144 Pferden aus 43 Vereinen wurde nach Angaben von Vereinschef Wolfgang Lehmann ein neuer Rekord aufgestellt. Zum Vergleich: Vor zwölf Monaten waren auf dem Reitplatz an der Mühlenstraße "nur" 90 Pferde präsent.

Warum Sedlitz so anziehend wirkt, scheine an der dortigen Atmosphäre zu liegen. "Wir sind hier schon Stammgäste. Die Stimmung ist einfach freundlich und familiär", resümiert Nicole Weinert vom Forster Reit- und Fahrverein. Ihre Schwester Michelle habe den ersten Wettkampf bereits bestritten. "Fehlerfrei durch die E-Dressur", strahlt sie. Sven Müller, der als Betreuer für den Reitverein Horka (bei Niesky) in Sedlitz vor Ort ist, schätzt vor allem die Gemütlichkeit: "Bei anderen Turnieren geht es wesentlich hektischer zu. Hier läuft alles in viel ruhigeren Bahnen." Zudem sei das Starterfeld überschaubar, die Wartezeiten dementsprechend kürzer.

Wolfgang Lehmann und sein vielköpfiges Team haben im Vorfeld alles dafür getan, dass der Ausscheid für Reiter und Zuschauer ein Erlebnis wird. "Die elf Hindernisse wurden gewartet, teilweise gestrichen und der Platz in Ordnung gebracht", zählt der Pferdenarr auf. Für freundliche Stimmung sorgten nicht zuletzt die frisch gepflanzten Stiefmütterchen direkt vor dem Wettkampfturm.

Doch in Butter ist beim RV Sedlitz längst nicht alles. So seien die Ausrittmöglichkeiten wegen der bergbaulichen Sperrgebiete eng begrenzt. Im Süden grenzt der ehemalige Tagebau Sedlitz an die Koppeln. Und nördlich der Bahn erstreckt sich der Großräschener See. Dort hatte sich bis zur Abbaggerung der ursprüngliche Reitplatz befunden. Nicht zuletzt drohe das heutige Areal in naher Zukunft erheblich zu schrumpfen.

Grund: An der Mühlenstraße soll ein neues Feuerwehrgerätehaus gebaut werden. Bislang nutzen die Gastvereine diese Fläche zum Abstellen ihrer Fahrzeuge. "Wir sind wegen dieser Problematik in Gesprächen mit der Stadt Senftenberg", sagt Wolfgang Lehmann. Über mögliche Alternativflächen unweit des Blau-Weiß-Sportplatzes werde verhandelt.

Der Jahreshöhepunkt stehe indes am letzten August-Wochenende im Kalender. Dann werde das große Reit- und Springturnier ausgetragen. Zur 42. Auflage werden laut den Organisatoren über 300 Teilnehmer aus nah und fern erwartet. Im gleichen Atemzug erfolge die Ermittlung des neuen OSL-Kreismeisters.