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Senftenberg
Neue Trauerkultur auf dem Waldfriedhof in Senftenberg

Senftenberg. In der Friedhofskonzeption der Stadt Senftenberg wurde eine Reihe von Vorschlägen zu alternativen Bestattungsformen erarbeitet. Bis zum Jahr 2020 sollen sie umgesetzt sein. In Sachen letzter Ruhe ist bereits einiges im Gange. Auf dem Waldfriedhof ist eine Urnengemeinschaftsanlage neu gestaltet worden. Zum Totensonntag wurden vom Steinmetzbetrieb Menzel drei Stelen mit 212 Namen aufgestellt.

Diese Bestattungsform ist in Senftenberg besonders nachgefragt. Viel Natur und keine aufwendige Grabpflege – mit diesem Konzept will die Friedhofsverwaltung den Wünschen der Hinterbliebenen entgegenkommen. Familien leben nicht mehr dauerhaft an einem Ort und der Bezug zum Grab kann oft nicht mehr aufrechterhalten werden. „Stark nachgefragt sind daher Grabstellen, bei denen die Stadt die Pflege übernimmt“, bestätigt Pressesprecher Andreas Gröbe. Dabei geht der Trend weg von der anonymen „grünen Wiese“, bei der die Hinterbliebenen keinen konkreten Anlaufpunkt zum Trauern und Verweilen haben. Auf dem Waldfriedhof gibt es zwei „grüne Wiesen“, im Amtsdeutsch Urnengemeinschaftsanlagen genannt. Eine davon ist bereits voll belegt. Die zweite ist jetzt mit Stelen mit eingravierten Namen der Verstorbenen aufgewertet worden.

(ab)