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Neue Produktionsanlage für Düngemittel-Pellets in Betrieb

Lauchhammer. Eine neue Fertigungsanlage für die Produktion von Düngemittel-Pellets ist in Lauchhammer-Ost in Betrieb gegangen. FloraPell ist eine bereits am Markt etablierte geschützte Marke, die von der IfN-Gruppe Lauchhammer und dem Institut für Agrar- und Stadtökologische Projekte der Humboldt-Universität Berlin entwickelt wurde. Kathleen Weser

Geschäftsführer Manfred Lanzke erklärt: "Mit unserem Produkt leisten wir einen Beitrag zum Umweltschutz und schaffen zunächst sechs neue Arbeitsplätze in der Stadt." Die Düngemittel-Pellets werden ausschließlich aus der Wolle lebender, gesunder Schafe hergestellt. Das ökologische Produkt ist bereits als biologischer Langzeitdünger gelistet. Mit der neuen Produktionsanlage können weitere Partner gebunden sowie noch besser und flexibler beliefert werden. Derzeit seien Rewe, toomBaumarkt und BSL in Kiel, der größte deutsche Händler für landwirtschaftliche Produkte, im Gespräch, so der Firmenchef. "Wenn es uns gelingt, auch dort Fuß zu fassen, ist die heutige Produktionskapazität sicher nicht mehr ausreichend", sagt Manfred Lanzke. Doch er ist zuversichtlich. Die von der Wirtschaftsentwicklungs- und Qualifizierungsgesellschaft (Wequa) gemietete Produktionshalle biete Erweiterungsmöglichkeiten.

Mit FloraPell ist im Jahr 2015 bereits ein Umsatz von 60 000 Euro erreicht worden, in diesem Jahr stehen schon 140 000 Euro zu Buche. In der alten Anlage im Technikum in Lauchhammer-West konnten maximal 0,5 Tonnen pro Schicht produziert werden. Die neue Anlage schafft zwei Tonnen. Die Produktionskapazität im Zwei-Schicht-Betrieb liegt bei 1200 Tonnen im Jahr. Ab September wird die neue Anlage in den Dauerbetrieb gehen. Investiert wurden insgesamt 300 000 Euro. "Mit dieser Fertigungsanlage ist der Grundstein für eine weitere Entwicklung der Firma in den nächsten Jahren gelegt", stellt auch Bürgermeister Roland Pohlenz (parteilos) sichtlich zufrieden fest. "Das ist für unsere Stadt sehr erfreulich, auch und vor allem, weil neue Arbeitsplätze geschaffen wurden", ergänzt er.