ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:36 Uhr

Neu: Baden im Garagenkomplex

Wer hat sich bei diesem Regenwasser-Auffangbauwerk im Garagenkomplex auf dem Butterberg in Lauchhammer-Mitte etwas gedacht? „Niemand“ , vermuten GWG-Chef Hartmut Steinert (r.) und Garagennutzer Axel Hanisch kopfschüttelnd.
Wer hat sich bei diesem Regenwasser-Auffangbauwerk im Garagenkomplex auf dem Butterberg in Lauchhammer-Mitte etwas gedacht? „Niemand“ , vermuten GWG-Chef Hartmut Steinert (r.) und Garagennutzer Axel Hanisch kopfschüttelnd. FOTO: Manfred Feller
Lauchhammer-Mitte.. Man kann Regenwasser selbst an einem Hang unauffällig in Rinnen und kleinen Gräben dezent ableiten und gezielt sammeln. Man kann aber auch monströse, optisch schmerzende und das Geld zum Fenster hinauswerfende Lösungen finden. Manfred Feller


Eine solche befindet sich aus Richtung Stadtteil Ost kommend in dem ersten Garagenkomplex auf dem Butterberg. Wer noch keine Idee für das Ableiten von Oberflächenwasser auf seinem Grundstück hat, könnte sich dort inspirieren lassen, wie man es vielleicht nicht machen sollte. Der Laie staunt und der Fachmann wundert sich, was heute an unbändiger Kreativität doch noch alles möglich ist.
Dem Betrachter präsentiert sich ein Wall aus Beton und Sand und eine tiefe Grube - nicht irgendwo, sondern in einer Zufahrt zwischen zwei Garagenreihen. Hartmut Steinert, Vorstand der Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft, ist beinahe sprachlos: „Bei Dunkelheit landen Ortskundige in dieser Grube.“ Dahinein fließt das gesammelte Regenwasser aus der Komplexeinfahrt. „Wir haben hier schon eine Tiefe von 60 Zentimetern gemessen“ , weiß Garagennutzer Axel Hanisch. Weiterer unangenehmer Nebeneffekt des offenen Wasserloches, für das auch noch zwei Bäume dran glauben mussten: Die Feuchtigkeit dringt in die Garage nebenan. Der Besitzer wird sich freuen.
Das seltsame Regenbauwerk ist nach Ansicht von Hartmut Steinert auch so geschickt platziert worden, dass mehrere Nutzer Probleme haben, mit ihrem Gefährt in die Garage zu kommen. Und wer nicht aufpasst, der landet im Sandwall.
Mittlerweile geht sogar die Angst um, dass Fremde den Regenwasser-Swimmingpool nutzen könnten. „Wir wollen deshalb das Schild ,Baden und Angeln verboten' aufstellen“ , verrät Axel Hanisch.
Dieses Bauwunder mit Zuleitungsrinne sei im Auftrag der Stadt entstanden, weil die Einfahrt zum Garagenkomplex abschüssig ist. Der Regen spülte gefährliche Rinnen in den Schotter-Sand-Weg.
Wer sich in dem Komplex umschaut, entdeckt noch eine andere intelligente Lösung gegen ausgespülte Wege. Ein Besuch auf dem Butterberg lohnt sich auf jeden Fall. Vielleicht sogar schon beim Osterspaziergang. Es muss ja nicht immer ein Park sein.