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| 13:24 Uhr

Naturschutz
Naturschutzmacher für fünfte Beiratsperiode berufen

Während der 1. Beiratssitzung der 5. Berufungsperiode und 250. Sitzung seit Gründung (1994) des Naturschutzbeirates haben die Sitzungsteilnehmer an einer Führung durch das Vetschauer Nabu-Weißstorchzentrum teilgenommen. Informationen zum Objekt und zur Arbeit lieferte Jürgen Jentsch, Vorsitzender des Nabu-Regionalverbandes Calau (M.).
Während der 1. Beiratssitzung der 5. Berufungsperiode und 250. Sitzung seit Gründung (1994) des Naturschutzbeirates haben die Sitzungsteilnehmer an einer Führung durch das Vetschauer Nabu-Weißstorchzentrum teilgenommen. Informationen zum Objekt und zur Arbeit lieferte Jürgen Jentsch, Vorsitzender des Nabu-Regionalverbandes Calau (M.). FOTO: Uwe Hegewald
Die Mitglieder des Naturschutzbeirates im Oberspreewald-Lausitz-Kreis haben dieser Tage ihre Berufungsurkunden erhalten.

Vetschau/Senftenberg (uhd) Mit einer Punktlandung ist der neue Naturschutzbeirat des Landkreises Oberspreewald-Lausitz in seine fünfte Amtszeit gestartet. Die erste Beiratssitzung ist gleichzeitig die 250. seit Gründung des Gremiums im Jahr 1994.

„Das habt ihr sehr gut hinbekommen“, befand Grit Klug, 1. Beigeordnete des Landrates. „Seit fast 25 Jahren leistet der Beirat konstruktive und vor allen zielorientierte Arbeit“, so die stellvertretende Landrätin dieser Tage in Vetschau.

Im dortigen Nabu-Weißstorchzentrum stimmten und schworen sich die wiedergewählten und die neuen Beiratsmitglieder und ihre Stellvertreter auf bevorstehende Herausforderungen ein. „Die Aufgaben werden nicht geringer“, kündigte Ferry Richter an. Sein Blick auf Zurückliegendes erwies sich gleichermaßen als Vorschau für Kommendes. „Insbesondere für die Mitglieder, die neu zu uns gestoßen sind“, so der Sachgebietsleiter der Unteren Naturschutzbehörde.

Roland Subatzus ist als neues Mitglied in den Naturschutzbeirat gewählt worden. Der Großräschener deckt das repräsentative Fachgebiet Dendrologie (Gehölzkunde) und Forstwirtschaft ab. „Unser Ansatz ist es, mit unseren Mitgliedern so viele Fachgebiete wie möglich abzudecken. So gesehen, sind wir momentan sehr gut aufgestellt“, erklärt der Beiratsvorsitzende Bernd Elsner. Der in den Sparten Hymenopteren (Hautflügler) und Bergbau versierte Kittlitzer (Stadt Lübbenau) ist am Mittwoch für weitere fünf Jahre in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt worden. Revierförster Harald Konczak aus Peickwitz ist sein neuer Stellvertreter.

Wie Ferry Richter und Bernd Elsner unisono festhalten, freuen sie sich auf den Zugewinn junger Beiratsmitglieder in Stellvertreterfunktionen. So würden der studierte Landwirt Lucas Lütke Schwienhorst (Ogrosen) und Naturwacht-Ranger Alexander Hoschke den Altersdurchschnitt des Gremiums spürbar senken. Komplettiert wird der Beirat durch die wiedergewählten Mitglieder Dr. Dietrich Hanspach (Ortrand), Thomas Wiesner, Frank Raden (beide Lauchhammer) und Dietrich Hein (Ruhland) sowie als Stellvertreter Günter Walczak (Großräschen), Wilhelm Zimmerling (Ruhland) und Günter Szadzik (Niemtsch).

Ein Naturschutzmacher-Dutzend ist auch nötig, um anstehende Aufgaben bestmöglich zu erfüllen. So gehe es unter anderem darum, den Artenschutz, die Bergbauproblematik oder den Gewässerschutz an Elster, Pulsnitz und im Spreewald im Auge zu behalten, Planungen für Windkraft- und Photovoltaikanlagen zu begleiten, wie auch Bauvorhaben in Landschafts- und Naturschutzgebieten; das alles in einem Korridor vom Biosphärenreservat Spreewald bis ins Lausitzer Seenland. Wie Ferry Richter betont, sieht sich der Naturschutzbeirat als Ansprechpartner für Verwaltungen, aber auch für die hier lebenden Menschen. Noch verhielten sich nicht alle Naturschutz konform, macht er am Beispiel der zunehmenden Feuerwerksaktivitäten fest. „Das hat eine Dynamik angenommen und wird uns demnächst richtig begleiten“, kündigt der UNB-Sachgebietsleiter an. Wie es gelingt, dieser Entwicklung zu begegnen, macht er am illegalen Motorsport auf Tagebaurestflächen fest, der spürbar abgenommen hat. „Zurückzuführen ist das auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Bergbausanierer LMBV“, so Richter.