(trt) Der Sieggraben westlich von Ruhland wird in den nächsten Jahren naturnäher gestaltet. Konkret geht es um den rund drei Kilometer langen Abschnitt zwischen der Autobahnbrücke und der Mündung in die Schwarze Elster. Darüber hat Norbert Herrn vom Landesamt für Umwelt während der jüngsten Deichschau informiert. „Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg hat mit der entsprechenden Planung begonnen“, sagt Herrn.

Hauptanliegen sei, den Sieggraben ökologisch durchlässiger zu gestalten. So sei eine leichte Mäandrierung, also ein kurvenreiches Flussbett, denkbar. Bislang verläuft der Graben hauptsächlich gerade durch die Landschaft. Darüber hinaus befinden sich im Gewässer mehrere Furten, an denen Veränderungen vonnöten seien.

Marcel Ludewig vom Gewässerverband Kleine Elster-Pulsnitz empfiehlt, auch über die Abdichtung des Autobahnteiches nachzudenken. An diesem fließt der Sieggraben unmittelbar vorbei. Immer wieder verliert der Teich Wasser. Nicht selten präsentiert er sich ausgetrocknet.

Norbert Herrn rechnet mit einem Abschluss der Arbeiten am Sieggraben für das Jahr 2022. Bereits vor rund zehn Jahren sind im Gewässer bei Arnsdorf defekte Wehranlagen in Sohlgleiten umgebaut worden. Der Sieggraben zweigt in Arnsdorf vom Ruhlander Schwarzwasser.