Viele Schwalben sind bereits in der Lausitz aus ihren Überwinterungsquartieren eingetroffen. Doch rund um das Ruhlander Schwalbenhaus in der Heinrich-Heine-Straße ist es noch immer still. „Bislang ist noch niemand eingezogen“, gibt Protagonistin Barbara Seidl-Lampa vom Nabu-Regionalverband Senftenberg den aktuellen Stand wieder. Allerdings, so sagt die Naturschützerin, seien auch noch längst nicht alle Schwalben aus Afrika zurückgekommen.

Indes waren Seidl-Lampa und ihre Kollegen nicht untätig. „Wir haben unter dem Häuschen aufgrund er Trockenheit eine Lehmpfütze angelegt.“ Darüber hinaus ist die erst im vergangenen Frühjahr an einem Mehrfamilienhaus aufgestellte Schwalbenunterkunft bereits gereinigt worden. Im letzten Jahr hatten zumindest mehrere Sperlingsfamilien und ein Rotschwanz das Schwalbenhaus bewohnt.

Ob indes die Mehlschwalben die neue Unterkunft doch noch annehmen werden, weiß bislang niemand. Auch nicht Karl-Heinz-Marschka, Vorsitzender des Nabu-Regionalverbandes Senftenberg: „Manche Heimstätten werden sofort bewohnt, bei anderen kann es mehrere Jahre dauern. Wir werden also erst in Zukunft sehen, ob der jetzige Standort vielleicht doch nicht optimal war. Ich sehe jedenfalls keinen Grund zur Panik.“

Barbara Seidl-Lampa vermutet indes, dass der Mast, auf dem das Schwalbenhaus befestigt ist, ruhig etwas länger hätte sein können. Derzeit befindet sich die Unterkunft in vier Metern Höhe. Außerdem empfiehlt die Ruhlanderin mehrere originelle Sitzgelegenheiten für die Vögel.