Ein beliebtes Sommerquartier haben Fledermäuse in der Kirche in Großkmehlen gefunden. Hier bringen sie seit Jahren in Wochenstuben ihren Nachwuchs zur Welt. In den kalten Monaten ziehen sie sich jedoch in Winterquartiere zurück. Dazu nutzen sie Frost geschützte Keller, Erdbunker und hohle Bäume.

Naturschützer wie Günter Walczak aus Großräschen und andere verfolgen dieses Geschehen das ganze Jahr und haben Übersichten über Vorkommen und Bestandsentwicklung dieser unter Schutz stehenden interessanten Tiere. Wichtig sei, so der Experte, dass sowohl vorhandene Sommer- und Winterquartiere erhalten – und wo es möglich ist – neue geschaffen werden.

Nur noch das „Braune Langohr“

Bei den regelmäßigen Kontrollen hat Walczak festgestellt, dass in einem Bunker in Großkmehlen die Zahl der hier überwinternden Tiere stark rückläufig ist. Es sind nur noch einige Exemplare der Art „Braunes Langohr“ zu finden. Eine mögliche Ursache dafür kann die anhaltende Hitze der letzten Jahre und die extrem gesunkene Luftfeuchtigkeit in diesen Räumen sein.

Deshalb hatte die Freiwillige Feuerwehr Großkmehlen bereits in vergangenen Jahren in dem Bunker ein hier vorhandenes Becken mit Wasser gefüllt. Kürzlich haben nun die Feuerwehrkameraden unter der Leitung von Ortswehrführer Desire Oschätzky erneut diese ausgetrockneten Räume mit Zusatzwasser versorgt und damit die Luftfeuchtigkeit deutlich dauerhaft erhöht. Bei diesem Einsatz bekamen die Großkmehlener Kameraden sogar Unterstützung aus Ortrand. Das Ortrander Tankfahrzeug hat ein größeres Fassungsvermögen. Immerhin fast 5000 Liter Zusatzwasser wurden in unwegsamem Gelände in verwinkelte Räume ohne Licht eingepumpt.

Dank an die Kameraden

Die Naturschützer sind hoch erfreut über die Hilfe der Kameraden von der Feuerwehr. Gemeinsam hoffen alle, dass die Fledermäuse hier wieder zunehmend heimisch werden. Der ehemalige Bunker wurde übrigens in den Jahren nach 1990 vom Naturschützer Günther Borisch aus Ortrand als Fledermaus-Quartier ausgewählt. Diesen Zweck soll er auch noch möglichst lange erfüllen, hoffen die Naturschützer in der Region.