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Nachfolge-Suche geglückt: Arztpraxis in neuen Händen

Selbst ist die Frau: Nach mehr als 25 Jahren hat Dr. Gabriele Noack ihre Praxistafel von der Wand gelöst. Ihr Nachfolger steht in den Startlöchern.
Selbst ist die Frau: Nach mehr als 25 Jahren hat Dr. Gabriele Noack ihre Praxistafel von der Wand gelöst. Ihr Nachfolger steht in den Startlöchern. FOTO: Konzag
Schipkau. Nach fünfjähriger Suche nimmt Dr. Mirko Müller den Dienst in Schipkau auf. Dr. Gabriele Noack ist in den Ruhestand verabschiedet. Andrea Budich

Für Schipkaus Patienten ist das ein glücklicher Moment: Für die Allgemeinarztpraxis ihrer langjährigen Ärztin Dr. Gabriele Noack ist ein Nachfolger gefunden. Die Praxis geht nach der Renovierung der Räume in neue Hände über. Der Neue ist Dr. Mirko Müller, der im Auftrag des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) Elbe-Elster die Praxis wieder eröffnet. Zur ersten Sprechstunde bittet er am 10. Juli.

Damit müssen die Schipkauer nur eine kurze Durststrecke ohne eigenen Hausarzt im größten Ortsteil der Großgemeinde überstehen. Dr. Noack war nach mehr als 25 Jahren in der Vorwoche in den Ruhestand verabschiedet worden. Dass es nach fünf Jahren langer Nachfolger-Suche gelungen ist, einen Mediziner für Schipkau zu begeistern, freut sie besonders. "Ich bin ganz seelig", bestätigt sie, sich erst jetzt richtig auf den Ruhestand freuen zu können. "Jetzt kann ich auch in Schipkau wieder einkaufen gehen", zeigt sie sich erleichtert, dass ihr großer Patientenstamm weiter versorgt bleibt. Viele ihrer Patienten sind immerhin 80 Jahre und älter. Weite Wege hätten sie nicht mehr bewältigen können.

Erhalten bleiben den Patienten auch die bekannten und gut vertrauten Gesichter der beiden Arzthelferinnen von Dr. Noack. Die medizinischen Fachangestellten werden gleichfalls vom MVZ Elbe-Elster übernommen.

Der Abschied ist der langjährigen Hausärztin trotz der geglückten Praxis-Übergabe nicht leicht gefallen. In Schipkau hat die 65-Jährige Medizingeschichte geschrieben. Sie kennt aus zahlreichen Familien von der Oma bis zu den Urenkeln ganze Generationen. 1983 hatte sie in der Betriebsambulanz des ehemaligen Braunkohlenkombinates ihre Tätigkeit aufgenommen. Mit Zahnarzt Raimund Zlobinski und Sanitätsrat Werner Pehle gründete sie 1991 eine Gemeinschaftspraxis. Später praktizierte sie in einer Einzelpraxis.

Von einem glücklichen Tag für Schipkau spricht auch Bürgermeister Klaus Prietzel (CDU). In der gesicherten medizinischen Grundversorgung sieht er einen Standortvorteil für Schipkau.