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| 01:13 Uhr

Nach Unfall Insel zurückbauen?

Lauchhammer.. Der ortskundige und geübte Kraftfahrer nimmt den schmalen, zackigen Fahrbahnverlauf seitlich an einer Verkehrsinsel vorbei zügig und ohne Probleme.

Doch am vorigen Freitagabend ist jene Fußgänger-Querungshilfe auf dem Butterberg einer Fahranfängerin aus Sachsen zum Verhängnis geworden (die RUNDSCHAU berichtete). Sie berührte mit den rechten Rädern die hohe Bordsteinkante und schleuderte in den Gegenverkehr. Bilanz: drei schwer, eine leicht verletzte Person.
An den Bordsteinen nicht nur dieser Verkehrsinsel haben sich schon viele Kraftfahrer mindestens die Felgen beschädigt. Die schwarzen Gummi- und Schrammspuren zeigen es. Hohe Bordkanten sollen die Fußgänger vor „Überfahrern“ schützen.
Im Fall Butterberg steht die Verkehrsinsel ziemlich einsam in der Landschaft herum. Sie wurde vor Jahren im Zuge der Sanierung der Kreisstraße angelegt, um vor allem den zahlreichen Schülern eine sichere Querungshilfe zu geben. Die Zeiten haben sich geändert, Fußgänger sind nur noch selten zu sehen. Dafür reichlich vor dem Gymnasium.
Sollte man ein Verkehrsbauwerk, das keinen seiner ursprünglichen Zwecke mehr erfüllt, nicht zurückbauen oder dorthin versetzen, wo es Sinn macht? Rainer Paulan, Sachgebietsleiter im OSL-Bauamt: „Ein Unfall muss kein Grund zum Handeln sein.“ Wenn aber die Polizei eine Gefahr erkennt, sollte man sich mit der Stadt zusammensetzen. Siegmund Paulisch, Wachenleiter in Lauchhammer, sieht es anders: Kreis und Stadt beurteilen die Lage, die Polizei berate bei Bedarf und helfe mit Fakten. (mf)