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Nach und nach freie Fahrt auf erneuerter B 96

In dieser Woche wurde zwischen der Shell-Tankstelle und der LMBV asphaltiert.
In dieser Woche wurde zwischen der Shell-Tankstelle und der LMBV asphaltiert. FOTO: Feller
Senftenberg. Ab heute werden sich viele Gemüter beruhigen, andere dürften in Rage geraten. Auf dem ersten Teilstück am Ortsausgang Senftenberg-Buchwalde hat die B 96 ihre Asphaltschichten erhalten und ist über die Kleinkoschener Straße von Omnibussen, Personenwagen und Zweirädern wieder befahrbar. Das heißt aber auch: mehr Verkehr durch Buchwalde. Manfred Feller

Ein Lastwagen nach dem anderen beschickt die Asphaltiermaschine auf der Bundesstraße 96 in Senftenberg. Die abschließende Deckschicht kann auf den ersten beiden Abschnitten dank der Vollsperrung ohne Mittelnaht auf ganzer Breite und in einem Zug von den Männern der Schwarzheider Baufirma Richard Schulz hergestellt werden.

Über das erste Teilstück zwischen dem Ortsausgang Buchwalde und der Kleinkoschener Straße darf der Bus- und Pkw-Verkehr, jedoch kein Lkw, laut dem Landesbetrieb Straßenwesen spätestens ab heute Vormittag rollen. Der Durchgangsverkehr solle bis zum Bauende Anfang Juni die großräumige Umleitungsstrecke nutzen.

Viele Kraftfahrer haben seit dem Start nach Ostern stattdessen den kürzeren Weg um den Senftenberger See gewählt und während der Spitzenzeiten für Blechkolonnen in den Dörfern gesorgt. Jetzt droht dies den Buchwaldern. An der, wie vom Landesbetrieb angekündigten, nur halbseitig offenen Ein- und Ausfahrt der Kleinkoschener Straße, dürfte es nun eng werden.

Über die B 96 angesteuert werden kann ab heute wieder die Buchwalder Straße mit den Strandparkplätzen.

Am Montagvormittag soll nach Auskunft von Rolf-Rainer Hamann, Bauüberwacher beim Landesbetrieb, die nächste Erleichterung in Kraft treten. Die Knappenstraße wird zwischen der Ausfahrt Grünstraße/Shell-Tankstelle und der LMBV freigegeben. Darüber ist dann auch wieder das Gewerbegebiet Grünstraße mit Baumarkt, Bettenlager und Co. erreichbar. Entlang der fertigen Teilstücke werde es aufgrund notwendiger Restarbeiten und während der Markierung immer mal wieder zu Behinderungen des Verkehrs kommen.

Parallel zur Öffnung des einen werden am Montag die nächsten beiden Bauabschnitte aufgemacht: zwischen der Shell-Tankstelle und der Zufahrt zum Gewerbegebiet Laugkfeld sowie zwischen der Einfahrt LMBV bis zur Kleinkoschener Straße. Auch dort müssen die verschlissenen drei Schichten des Asphaltoberbaus heruntergefräst und lagenweise neu aufgewalzt werden. Je nach Wetterlage werden dafür etwa zweieinhalb Wochen veranschlagt. In dieser Zeit ist das Gewerbegebiet Laugkfeld über die Aral-Kreuzung erreichbar.

Bislang hätten die Bauleute den Zeitplan eingehalten, lobt Bauüberwacher Rolf-Rainer Hamann. Wenn an einem Tag die Maschinen nicht gerollt sind, dann hatte dies technologische Gründe. Er dankt den Anliegern für deren Verständnis.

Unverständnis gab es dagegen bei jenen Kraftfahrern, die widerrechtlich die Busumleitung bei Buchwalde genutzt hatten und von der Polizei abkassiert worden waren. Berichtet wird von unterschiedlichen Strafen. Die RUNDSCHAU fragte in der Pressestelle nach: Das Durchfahren ohne Gefährdung anderer sei eine Ordnungswidrigkeit und koste bis zu 35 Euro, bei Gefährdung - zum Beispiel Gegenverkehr auf der schmalen Straße - werde ein Bußgeld verlangt. Sogar einen Punkt soll manch ein Sünder erhalten.