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| 02:54 Uhr

Mut zur Politik auf allen Ebenen

Sozialpädagogin Anne Haufe aus Meuro möchte für die Links-Partei in den Kreistag Oberspreewald-Lausitz einziehen.
Sozialpädagogin Anne Haufe aus Meuro möchte für die Links-Partei in den Kreistag Oberspreewald-Lausitz einziehen. FOTO: Steffen Rasche/str1
Meuro. Mit elf Abgeordneten ist die Links-Fraktion im Kreistag Oberspreewald-Lausitz nach der CDU und SPD die drittstärkste Kraft. Bei der Kommunalwahl möchte die Partei mit jungen sowie mit gestandenen Kandidaten punkten und ihre Position verbessern. Manfred Feller

Anne Haufe aus Meuro ist erst seit knapp sieben Monaten in der Lausitz zu Hause. Dennoch setzt ihre Partei, Die Linke, großes Vertrauen in die 35-jährige Diplom-Sozialpädagogin. Und das nicht erst seit dem Kreisparteitag in Altdöbern. Sie wird mit 35 weiteren Kandidaten für die Wahl zum Kreistag antreten. Anne Haufe tritt auch zur Landtagswahl an, möchte in die Schipkauer Gemeindevertretung und in den Meuroer Ortsbeirat einziehen. Das ist heftig. Doch die Mutter zweier Kinder (Sohn 9, Tochter 13 Jahre), die bei einem freien Träger der Jugendhilfe in Finsterwalde tätig ist, will es anpacken. "Meine Familie steht hinter mir", sagt sie und meint damit auch ihren Lebenspartner, der ein aus Meuro stammender Polizeibeamter ist.

In Berlin-Friedrichshain geboren, studierte Anne Haufe in Wiesbaden Sozialwesen und bildete sich als Kinder- und Jugendpsychologin weiter. Anschließend arbeitete sie im ambulanten und stationären Bereich in Norderstedt und Hamburg. In Schleswig-Holstein trat sie 2008 in die Links-Partei ein. "Ich trage das Erbe weiter", sagt sie mit Blick auf ihre Oma, die Wirtschaftsrechtlerin und parteipolitisch aktiv war.

In der Stadtverordnetenversammlung Norderstedt rückte sie 2012 als einzige Frau in die sechsköpfige Links-Fraktion nach und war dort in den Ausschüssen Jugendhilfe sowie Schule und Sport tätig. "Ich komme beruflich aus dem sozialen Bereich und habe mich schon immer für die Schwächeren und Benachteiligten eingesetzt", begründet sie ihre Tätigkeit in den Gremien. Sie habe mit anderen Abgeordneten zum Beispiel erfolgreich für den Erhalt einer Schulschwimmhalle gekämpft sowie für die erst im Aufbau befindliche Mittagsverpflegung an Schulen.

Das Bedauern sei in Norderstedt groß gewesen, als die junge Familie im August 2013 in die Heimat des Lebensgefährten zog. "Politisch habe ich hier sofort eine Heimat gefunden", sagt sie.

Sie habe sich in die regionalen Themen hineingelesen und wisse, wo es hier klemmt: bei der haus- und fachärztlichen Versorgung und bei den Schulsozialpädagogen. Priorität habe für sie der Erhalt von Schulstandorten, ebenso die öffentliche Schulbusfinanzierung. Die 35-Jährige plädiert zudem für eine Schule mit verpflichtendem Ganztagsangebot, mindestens für die Grundschüler. Aus ihrem Berufsalltag weiß die Sozialpädagogin, dass nicht wenige Kinder zu Hause keiner sinnvollen Betätigung nachgehen.

Auf der Basis ihres Grundstudiums Wirtschaftsrecht traut sich Anne Haufe zu, kommunale Haushalte zu lesen sowie ihre Ideen in Sachen Infrastruktur und Wirtschaft mit einzubringen.

Neben Arbeit und Politik kämen auch Familie und Hobbys nicht zu kurz. Sie sei eine leidenschaftliche Beachvolleyballerin, lese gern, fahre Rad und kümmere sich um einen großen Garten.

Zum Thema:
Die Themen Gesundheit, Bildung und Kultur stehen ganz vorn im Kreiswahlprogramm der Partei Die Linke. Die Palette reicht vom Erhalt der Schulstandorte über kostenfreien Schülerverkehr, die Zukunftssicherung der Neuen Bühne bis zu höheren Zulassungszahlen bei Fachärzten.