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Lichtershopping
Musik und bunte Lichter wecken Einkaufslaune

Eine atemberaubende Feuershow wurde wechselnd, an verschiedenen Orten der Innenstadt gezeigt.
Eine atemberaubende Feuershow wurde wechselnd, an verschiedenen Orten der Innenstadt gezeigt. FOTO: Peter Aswendt
Senftenberg. Das Lichtershopping hat viele Kaufwillige in die Senftenberger Innenstadt gelockt. Bei den Händlern war aber nicht alles eitel Sonnenschein. Von Peter Aswendt

Um die Kaufwilligen in ihre Geschäfte zu locken, haben sich die Händler neben den zahlreichen Aktionen zum zweiten Lichtershopping auch ein buntes Unterhaltungsprogramm einfallen lassen. So zogen die Musiker der Band Schwitzende Fische als Straßenmusiker durch die Gassen, und eine Feuershow begeisterte zwischen Schlossparkcenter und Kreuzstraße mit ihrer brennenden Darbietung. Überhaupt zeigte sich, dass die Händler die mit weihnachtlichen Getränken und der einen oder anderen Leckerei vor ihren Geschäften für Stimmung sorgten, den meisten Zuspruch hatten. Nach dem Motto, Essen und Trinken geht immer, zeigt sich Kerstin Wünsche vom Café Kreuztor zufrieden: „Wir haben heute auch bis 22 Uhr geöffnet und bis jetzt sind wir sehr angetan vom Besucherstrom.“ 

„Unsere Kinder staunen über die vielen bunten Lichter“, freut sich Familie Haskievizc aus Senftenberg, die mit Boris (5) und Lina (3) durch das Schlossparkcenter in Richtung Weihnachtskaffee zur Lampionausgabe gehen. Dort konnten in eigener, kreativer Regie Lampions gebastelt oder einfach fertige Lampions für den großen Umzug am Abend mitgenommen werden. „Wir haben 300 fertige Lampions gekauft“, berichtet Evelyn Lehmann, Mitarbeiterin des Centermanagements und schaut lachend auf die leeren Kartons hinter sich. Lea Alexandra Neumann vom Kinderland Böhm betreute im positiven Sinn die Bastelwut der kleinen Lampionfans: „Ich glaube, ich habe drei Kilo Klebstoff an den Fingern“, schmunzelt sie vergnügt. „Es waren mehr als 100 Kinder, die ich wohl heute betreut habe“, ist sie sich sicher. Und so kam am Abend dann auch ein stattlicher Lampionumzug durch die Senftenberger Innenstadt zustande. Auch Familie Jossa aus Senftenberg und ihr fünfjähriger Sohn Moritz waren mit einem Lampion ausgerüstet auf der Lichtermeile unterwegs: „Erst mal musste unser Kleiner seinen Lampion bekommen und jetzt gehen wir mal durch die Geschäfte.“

Bei den Innenstadthändlern war aber nicht alles eitel Sonnenschein. Für Nicole Noack, die mit ihrem Präsenteladen in der Senftenberger Schmiedestraße mit dabei war, hielt sich der Erfolg in Grenzen: „Es ist ein krasser Unterschied zum vergangenen Jahr“, zeigt sich die junge Unternehmerin enttäuscht. „Ich musste meine Mitarbeiterin nach Hause schicken“, fügt sie deprimiert hinzu. Ob es am Wetter, an der mangelnden Kaufbereitschaft der Senftenberger oder am Konzept des Lichtershoppings so kurz nach dem Weihnachtsmarkt lag, konnte die Unternehmerin noch nicht sagen. Ein weiterer Kritikpunkt: „Wenn, dann sollten alle Geschäfte an solchen Tagen geöffnet haben“, so der einheitliche Tenor aller, die mitgemacht haben. Wie es gemütlich und zünftig geht, konnte man im Markt Café sehen. Mit Sangesfreude schmetterte Peter Apelt mit Emily (10) und Sarah (5) Weihnachtslieder, und das ganze Café sang mit. Eine kleine Anekdote am Rande konnte Inhaberin Nicole Kupsch erzählen: „Unsere Sicherung hielt unsere geplante Weihnachtsbeleuchtung nicht aus. Eine spontane Idee von Peter Michael Metzler, der die Illumination der Innenstadt machte, hat uns dann gerettet“, kann sie im Nachhinein lachen.