Von Andrea Budich

Wer am Ende die Kosten für die zerborstenen Fenster, für Beschädigungen an Garagen und Dächern trägt, ist indes noch nicht restlos geklärt. Die Stadt hat deshalb für alle Betroffenen ein Bürgertelefon geschaltet, bei dem auch Schäden gemeldet werden können. Der Ruhlander Amtsdirektor Roland Adler geht davon aus, dass die Eigentümer die jeweiligen Schäden über ihre Hausratsversicherung abrechnen können.

Bei Schäden durch Blindgänger-Bomben des Zweiten Weltkrieges verzichten in der Regel alle Versicherer auf die Anwendung des Kriegsausschlusses und regulieren die Schäden. Dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft ist kein Fall bekannt, bei dem eine Versicherung bei Schäden nach einer Bombenexplosion nicht gezahlt hätte. In diesem Fall werden die Versicherten auch nicht höhergestuft. Parallel dazu listet das Amt Ruhland für das Brandenburger Innenministerium eine detaillierte Schadensbilanz auf.

Unterdessen geht auch die Munitionssuche auf dem weitläufigen Bahnhofsumfeld weiter. „Für die Stadtflächen haben wir das mit dem Kampfmittelräumdienst fest vereinbart“, erklärt Adler. Weitere Bomben werden aber auch auf Privatland vermutet. Diese Flächen können nur abgesucht werden, wenn die Eigentümer dies beim Innenministerium beantragen.

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