ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:19 Uhr

Illegaler Abfall bei Sanierung entdeckt
Müll-Fund verzögert Neubau der Ortrander Straße

Durch die Verdichtungsarbeiten kam es zu Veränderungen im Straßenkörper der alten Ortrander Straße (l.). Die neue Ortrander Straße wird auf dem verdichteten und gesicherten Rütteldamm am Kuthteich verlegt.
Durch die Verdichtungsarbeiten kam es zu Veränderungen im Straßenkörper der alten Ortrander Straße (l.). Die neue Ortrander Straße wird auf dem verdichteten und gesicherten Rütteldamm am Kuthteich verlegt. FOTO: LR / Jan Augustin
Lauchhammer. Die Bergbausanierer haben ein illegales Abfalldepot gefunden und müssen nun den kontaminierten Boden entsorgen. Von Jan Augustin

Geduld ist gefragt in Lauchhammer. Der Neubau der Ortrander Straße als wichtige Nord-Süd-Trasse verzögert sich. Erst hat die für die Sicherung der Ostböschung des Kuthteichs eingesetzte Rütteldruckverdichtung den Boden der angrenzenden alten Ortrander Straße derart ins Wanken gebracht, dass sie nicht mehr genutzt werden kann. „Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich im Straßenkörper Hohlräume unter der Asphaltdecke gebildet haben, welche zu einem spontanen Versagen der Straße führen können“, teilt Stefanie Klein von der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) mit. Jetzt hat die bauausführende Firma, die Spezial- und Bergbau-Servicegesellschaft Lauchhammer (SGL), auch noch große Mengen von illegal verbrachtem Hausmüll in der Fläche gefunden. Der kontaminierte Boden muss beprobt, separiert und entsorgt werden, erläutert die LMBV-Sprecherin.

Aktuell wird der Verdichtungserfolg durch das beauftragte Sachverständigen-Ingenieurbüro nachgewiesen. Stefanie Klein: „Die Auswertung des umfangreichen Nachsondierungsprogramms und der Laboruntersuchungen sollen Ende September 2018 vorliegen.“ Erst nach diesem Gutachten könne die Wiederherstellung der benachbarten Ortrander Straße beauftragt werden. Ein konkreter, fester Fertigstellungstermin könne nicht genannt werden. Ziel sei aber noch der kommende Winter. Die neue Ortrander Straße soll auf dem verdichteten, gesicherten Rütteldamm am Kuthteich verlegt werden. „Straßenbegleitend erfolgt der Bau eines Radweges. Der alte Straßenbelag wird abgebrochen und entsorgt“, erklärt Stefanie Klein.

Von April 2017 bis April 2018 wurde im Auftrag der LMBV die Ostböschung des Kuthteichs mittels Rütteldruckverdichtung gesichert. Die Ortrander Straße lag dabei im Sicherheitssperrbereich der Rütteldruckverdichtung.
Von April 2017 bis April 2018 wurde im Auftrag der LMBV die Ostböschung des Kuthteichs mittels Rütteldruckverdichtung gesichert. Die Ortrander Straße lag dabei im Sicherheitssperrbereich der Rütteldruckverdichtung. FOTO: LMBV / Peter Radke

Die Ostböschung des Restloches 38 (Kuthteich) war von April 2017 bis April 2018 im Auftrag der LMBV mittels Rütteldruckverdichtung gesichert worden. Weil die Ortrander Straße dabei im Sicherheitssperrbereich der Rütteldruckverdichtung lag, ist sie seit dem 27. März 2017 voll gesperrt. Der hergestellte Rütteldamm geht bis direkt an die Straßenkante der alten Ortrander Straße.