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Modellprojekt an BTU soll Personaleinsatz in der Pflege verbessern

Senftenberg. Mit einem neuen Modellprojekt soll der Personaleinsatz in der Pflege verbessert werden. Das teilt das Brandenburger Sozialministerium mit. red/jag

Projektträger sind die BTU Cottbus-Senftenberg und das Dresdner Institut für Pflege- und Gesundheitswissenschaften. Das Projekt werde im Rahmen der Brandenburger Pflegeoffensive vom Sozialministerium zunächst mit 160 000 Euro aus Landesmitteln bis Ende 2016 unterstützt. Begleitet werde das Projekt vom Landesamt für Soziales und Versorgung. Angesichts der deutlich steigenden Zahl pflegebedürftiger Menschen drohe ein Fachkräftemangel in der Pflege.

Ziel: bedarfsgenauer Einsatz

Umso wichtiger werde es für Pflegeeinrichtungen, die vorhandenen Fach- und Hilfskräfte entsprechend ihrer Fähigkeiten und Kompetenzen so effektiv wie möglich einzusetzen und persönliche Entwicklungsmöglichkeiten für die Beschäftigten aufzuzeigen und zu unterstützen, heißt es in der Mitteilung. Das neue Modellprojekt soll stationäre Pflegeeinrichtungen in Brandenburg dabei unterstützen, innovative Personaleinsatz- und Personalentwicklungskonzepte zu erarbeiten. Sozialministerin Diana Golze: "Eine der zentralen Strategien zur Bewältigung von Fachkräfteengpässen in der Altenpflege ist der bedarfsgenaue Einsatz der Beschäftigten. Das ist ein Ergebnis der Brandenburger Fachkräftestudie Pflege. Hier setzt das neue Modellprojekt an."

Hoher Handlungsdruck

Das Modellprojekt startete bereits im November 2015 in zwei stationären Altenpflegeeinrichtungen in Teltow und in Brandenburg an der Havel. In diesem Jahr können noch bis zu vier weitere Pflegeeinrichtungen einsteigen. Ziel sei es, den Einsatz von Pflegefachkräften und Pflegehilfskräften in einer Einrichtung effizienter abzustimmen, um damit die Pflegequalität zu verbessern, die Attraktivität der Beschäftigung in der Pflege zu erhöhen und einen Beitrag zur Verringerung des Fachkräftebedarfs zu leisten. Der Handlungsdruck in der Pflege sei in Brandenburg besonders groß. Durch die zunehmende ältere Bevölkerung - die Zahl der über 80-Jährigen steigt zwischen 2012 und 2030 von etwa 120 000 auf fast 250 000 - wird es mehr Pflegebedürftige geben.