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Mit Vollgas für die Rennstrecke Im engen Kontakt mit den Motorsportfans

Bis zum Start der Superbike Motorrad-Weltmeisterschaft auf dem Lausitzring verstreichen noch 150 Tage. Hinter den Kulissen des Eurospeedway laufen die Vorbereitungen für das sportliche Großereignis jedoch schon auf Vollgas. Die RUNDSCHAU wird die „Macher“ an der Rennstrecke in den nächsten Monaten bei ihrer Arbeit begleiten. Heute im Fokus: Franka Hubatsch – als Chefin im Welcome-Center steht die junge Frau aus Hörlitz täglich im engen Kontakt zu den Fans. Von Oliver Sobe

Im Call-Center an der Hinterfront der riesigen Haupttribüne glühen seit Wochen die Telefondrähte. Auch am Arbeitsplatz von Franka Hubatsch stapeln sich die Formulare: Ticketwünsche über Ticketwünsche. Neben der Superbike-WM boomt im Augenblick auch der Vorverkauf für den Lauf der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) am Monatsende. „In den DTM-Spitzenzeiten sind bei uns 1000 Anrufe pro Tag die Regel“ , lässt sich die 36-jährige Frau nicht aus der Ruhe bringen.
Franka Hubatsch kennt den Trubel. Seit dem Eröffnungsjahr 2000 arbeitet sie am Eurospeedway. „Als ich im Frühsommer hier anfing, war das Welcome-Center noch eine einzige Baustelle“ , kann die sympathische Call-Center-Chefin über den hektischen Auftakt heute schmunzeln. Vier Stunden vor der Eröffnung wurde frühmorgens im neuen Infozentrum unterhalb der Haupttribüne noch das Mobiliar hin- und hergeschoben. Die große Einweihungsfete am 20. August 2000 lockte 80 000 neugierige Besucher an den Lausitzring. „Von dem gesamten Stress im Vorfeld hat bei der Eröffnung kein Mensch etwas bemerkt“ , glaubt Franka Hubatsch.
Eine Stellenanzeige in der Zeitung eröffnete der jungen Mutter aus Hörlitz die berufliche Perspektive in der unmittelbaren Nachbarschaft. „Unser Sohn war damals zwei geworden und damit aus dem Gröbsten heraus“ , erzählt sie. Nach der Wende arbeitete Franka Hubatsch zeitweise im Einzelhandel. Die gelernte Baufacharbeiterin fand Gefallen am direkten Umgang mit den Leuten. „Ich bin vom Naturell her ein aufgeschlossener Mensch“ , versichert die 36-Jährige glaubhaft. Wahrlich kein charakterlicher Nachteil: An der Tickethotline des Lausitzrings sind Miesepeter unerwünscht - dafür allerdings hin und wieder starke Nerven gefragt. „Es gibt auch Anrufer, die von uns auf die Schnelle nur die Telefonnummer eines gewissen Herrn Gärtner aus Schipkau wissen wollen“ , lächelt Franka Hubatsch. Auf derart kuriose Momente müsse jeder Mitarbeiter am Infotelefon gefasst sein. Franka Hubatsch leitet das Welcome-Center seit dem Jahr 2004. In der Rennsaison kümmern sind acht bis zehn Eurospeedway-Mitarbeiter um die Gästewünsche. Das Besucherzentrum auf dem Klettwitzer Motodrom ist vom Deutschen Tourismusverband als so genannte Tourist-Informationsstelle für die gesamte Urlauberregion anerkannt.

Anfragen per Mail häufen sich
Seit etwa einem Jahr beobachtet Franka Hubatsch beim Vorverkauf einen neuen Trend. Die Kartenanfragen trudeln immer öfter per Mail auf der weltweiten Datenautobahn im streckeneigenen Call-Center ein. „Das Internet wird zum ganz normalen Werkzeug für die Leute. Das zeigt sich auch bei uns“ , meint sie. Beim frühzeitigen Ticketkauf für die Superbike-WM im September - im Saisonkalender 2006 bisher die einzige Eigenveranstaltung der Eurospeedway Lausitz Betriebs GmbH - winkte den Zweiradfans bis Ende März ein satter Preisrabatt von zehn Prozent. Diese Marketingstrategie brachte den erhofften Erfolg. Die Verkaufszahlen für das PS-Festival der internationalen „Handgashelden“ liegen derzeit um 50 Prozent über der Nachfrage zum vergleichbaren Zeitpunkt im Vorjahr.

Papiertürme im Call-Center
„Derzeit ist die Lage richtig krass. Wir versinken buchstäblich im Papier“ , präsentiert Franka Hubatsch zum Beleg nochmals die zahllosen „Türme“ aus Formularen und Briefen, die im Klettwitzer Call-Center allgegenwärtig sind. Nach der erfolgreichen Reservierung erhält jeder Kunde zunächst per Post eine Auftragsbestätigung samt Kontonummer und Bankleitzahl für die Überweisung. „Meine Leute im Call-Center kontrollieren auch den Eingang des Geldes und bereiten den Versand der bestellten Tribünenkarten vor“ , beschreibt die Chefin den Arbeitsalltag im Telefonbüro. Zu lange müssen sich die Rennsportfans nicht in Geduld üben. Nach der Zahlungsgutschrift flattern die Eintrittskarten in der Regel innerhalb von zwei oder drei Tagen in den heimatlichen Briefkasten, versichert die Ticket-Expertin des Lausitzrings.
Prominente Nasen stechen Franka Hubatsch eher selten ins Auge. „Von dem ganzen Trubel auf der Strecke bekommen wir an einem großen Rennwochenende fast gar nichts mit. Dabei würde ich mir auch ganz gerne einmal einen DTM-Start angucken“ , sagt sie. Richtig traurig klingen diese Worte aus dem Mund von Franka Hubatsch jedoch nicht. Die junge Hörlitzerin kennt ihre Aufgaben am Lausitzring ganz genau: Das Geschäft an den Tageskassen erfordert die geballte Aufmerksamkeit. Außerdem klingeln am Wochenende die Kassen im Welcome-Center lauter als gewöhnlich. Bei manchen Veranstaltungen drängten sich schon bis zu 100 Besucher in das Infozentrum. Wohlgemerkt im gleichen Moment.

Zum Thema Fünf Euro Preisnachlass je Ticket im Vorverkauf
  Sparen können PS-Fans, wenn sie sich das Ticket zur Superbike Motorrad-Weltmeisterschaft vom 8. bis 10. September im Vorverkauf sichern. Fünf Euro Preisrabatt gewährt der Eurospeedway für alle Tribünenplätze.
Zuschauerfreundlich ist diesmal das Fahrerlagerbillett. Es gilt an allen Tagen des Tribünentickets. Im Vorverkauf kostet der Einlass ins Fahrerlager 14 Euro. Mit dem Pitwalk-Ticket öffnet sich einmal am Tag die Boxengasse. Der Kartenpreis beträgt acht Euro.
Kontakt über die Info-Hotline 01805 880288 oder unter www.eurospeedway.de